»Dachten sie wirklich, Sie könnten das vor uns verbergen, Mr. President?«, sagte ich. »Nächstes Mal vergessen Sie Ihren Stolz und kommen zuerst zu uns. Oder noch besser, halten Sie sich von den Ladydingsdas fern.«

Kapitel Zwei

Lärm und Getümmel und nichts wie raus aus Dodge

Die Manifestation des Dämons hatte alle möglichen Alarme ausgelöst. Sirenen, aufblitzende Lichter, der ganze Krempel. Ich zögerte gerade lange genug, um mich zu vergewissern, dass es Mr. Presidents Gattin gut ging (sie war bewusstlos, von schwarzem ektoplasmatischem Schmodder überzogen, aber im Wesentlichen ging es ihr gut, der armen dummen Kuh), und dann knallte ich die Tür auf und stürmte auf den Korridor hinaus. Die Sirenen waren ohrenbetäubend, und die Lichter lieferten im Takt zu dem heiseren elektronischen Lärm das optische Schnellfeuer. Was ist bloß aus den wohltuend melodischen Alarmen mit Klingeln geworden? Mit Ambulanzen ist es genau dasselbe. Und mit Löschfahrzeugen. Ich mache mir über solche Sachen Gedanken. Manchmal bereitet mir das Sorgen. In dem Moment, als ich im Korridor erschien, öffneten sich versteckte Schießscharten in beiden Wänden und die Läufe von Hochleistungsgewehren fuhren heraus. Ich fing an zu rennen.

Sofort eröffneten sämtliche Gewehre das Feuer, und aus dieser Nähe verursachten der Donner der Schüsse und das blendende Mündungsfeuer körperliche Schmerzen. Das schwere Ausmaß des Feuers zersiebte die Wände hinter mir, als ich den Korridor hinunterraste. Meine Rüstung war immer noch in vollem Tarnkappenmodus, deshalb konnten die Gewehre mich nicht aufspüren. Soweit es die Überwachungskameras betraf, war der Flur leer, aber die Bedienungsleute wussten, dass da jemand sein musste, weil sie die Tür hatten aufgehen sehen. Also ballerten sie einfach aus allen Rohren und hofften das Beste. Die Gewehrläufe schwangen hin und her und hielten eine mörderische Feuerrate bei, doch selbst die gelegentlichen Glückstreffer prallten einfach von meiner Rüstung ab. Ich spürte sie nicht mal auftreffen.



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