
Die beiden Männer, die um zwei Uhr morgens in Gary Winthrops Stadtvilla eindrangen, nahmen sich zunächst die Bilder im Salon vor. Der eine trug eine Zorro-Maske, der andere war als Batman verkleidet. Sie gingen in aller Ruhe ans Werk, schnitten die Gemälde aus dem Rahmen und verstauten sie in einem großen Jutesack.
»Wann kommt der Wachmann wieder vorbei?«, fragte Zorro.
»Um vier Uhr früh«, erwiderte Batman.
»So ein geregelter Dienstplan kommt uns doch sehr entgegen, meinst du nicht?«
»Doch.«
Batman nahm ein Bild von der Wand und ließ es krachend zu Boden fallen. Die beiden Männer hielten inne und lauschten. Nichts tat sich.
»Versuch’s noch mal«, sagte Zorro. »Ein bisschen lauter.«
Batman ergriff ein anderes Gemälde und warf es mit aller Kraft auf den Boden. »Mal sehen, was sich jetzt tut.«
Gary Winthrop, der oben in seinem Schlafzimmer lag, fuhr hoch. Er setzte sich im Bett auf. Hatte er eben ein Geräusch gehört, oder hatte er nur geträumt? Er lauschte einen Moment lang. Kein Ton. Unsicher stand er auf, ging hinaus in den Gang und drückte auf den Lichtschalter. Der Flur blieb dunkel.
»Hallo. Ist da unten jemand?« Keine Antwort. Er stieg die Treppe hinab und ging den Gang entlang, bis er auf die Tür zum Salon stieß. Er hielt inne und starrte ungläubig auf die beiden Maskierten.
»Was, zum Teufel, machen Sie hier?«
Zorro wandte sich an ihn. »Hallo, Gary. Tut mir Leid, dass wir Sie geweckt haben. Schlafen Sie weiter.« Plötzlich hatte er eine mit einem Schalldämpfer versehene Beretta in der Hand. Er drückte zweimal ab, sah, wie Gary Winthrops Brust zerfetzt wurde. Zorro und Batman betrachteten ihn einen Moment lang, nachdem er zu Boden gestürzt war. Dann wandten sie sich zufrieden ab und nahmen die übrigen Bilder von der Wand.
