»Hi, Dana. Ich habe Ihren Bericht von der Beerdigung gesehen. Meiner Meinung nach haben Sie das großartig gemacht.«

»Vielen Dank.«

»Ist das nicht eine schreckliche Tragödie?«

»Furchtbar«, pflichtete Dana bei.

»Man weiß eben nie, wie’s kommt«, sagte Laura Lee düster. »Nun denn, was kann ich für Sie tun?«

»Ich möchte mir ein paar Bänder über die Familie Winthrop ansehen.«

»Irgendwas Spezielles?«

»Nein. Ich möchte mir nur einen Eindruck davon verschaffen, wie sie waren.«

»Ich kann Ihnen sagen, wie die waren. Die reinsten Heiligen waren sie.«

»Das höre ich ständig«, erwiderte Dana.

Laura Lee Hill stand auf. »Ich hoffe, Sie haben viel Zeit, meine Liebe. Wir haben tonnenweise Material über sie.«

»Gut. Ich hab’s nicht eilig.«

Laura Lee Hill führte Dana zu einem Schreibtisch, auf dem ein Fernsehgerät stand. »Bin gleich wieder da«, sagte sie. Fünf Minuten später kehrte sie mit einem Arm voller Bänder zurück. »Sie können schon mal mit denen anfangen«, sagte sie. »Es kommen noch mehr.«

Dana betrachtete den Stapel Videobänder. Vielleicht bin ich ja wirklich verrückt, dachte sie. Aber wenn ich Recht habe ...

Dana legte ein Band ein, worauf ein geradezu atemberaubend gut aussehender Mann am Bildschirm auftauchte. Er hatte ein ausgeprägtes, markantes Gesicht, dichte dunkle Haare, klare blaue Augen und ein kräftiges Kinn. Neben ihm stand ein kleiner Junge. »Taylor Winthrop hat ein weiteres Freizeitlager für Kinder aus bedürftigen Familien gegründet.

Sein Sohn Paul, der ihn begleitet, freut sich bereits aufs Mitspielen. Dies ist bereits das zehnte derartige Lager, das Taylor Winthrop aufgebaut hat. Mindestens ein Dutzend weiterer sind in Planung.«



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