
Dana verabredete sich mit Perry Leff im Hart Senate Office Building. Leff war Anfang fünfzig, ein ernster und engagierter Mann.
Er erhob sich, als Dana in sein Büro geführt wurde. »Womit kann ich Ihnen dienen, Miss Evans?«
»Soweit ich weiß, haben Sie eng mit Taylor Winthrop zusammengearbeitet, Senator.«
»Ja. Wir waren im Auftrag des Präsidenten gemeinsam in mehreren Ausschüssen tätig.«
»Ich kenne zwar den Eindruck, den er in der Öffentlichkeit hinterlassen hat, Senator Leff, aber wie war er als Mensch?« Senator Leff musterte Dana einen Moment lang. »Das will ich Ihnen gern sagen. Taylor Winthrop war einer der feinsten Männer, die ich jemals kennen gelernt habe. Am bemerkenswertesten fand ich die Art, wie er zu anderen Menschen stand. Ihm war wirklich etwas an ihnen gelegen. Er wollte, dass diese Welt lebenswerter wird. Ich werde ihn immer vermissen, und was ihm und seiner Familie zugestoßen ist, ist so schrecklich, dass ich gar nicht daran denken darf.«
Dana sprach mit Nancy Patchin, einer von Taylor Winthrops Sekretärinnen, einer Frau um die sechzig mit runzligem Gesicht und traurigen Augen.
»Waren Sie lange für Mr. Winthrop tätig?«
»Fünfzehn Jahre.«
»Ich kann mir vorstellen, dass Sie Mr. Winthrop in diesem Zeitraum ziemlich gut kennen gelernt haben.«
»Ja, natürlich.«
»Ich versuche mir ein Bild davon zu machen, was für ein Mensch er war«, sagte Dana. »War er -?«
»Ich kann Ihnen ganz genau sagen, was für ein Mensch er war«, unterbrach sie Nancy Patchin. »Als man feststellte, dass mein Sohn Lou an der Gehrigschen Krankheit litt, brachte ihn Taylor Winthrop zu seinen Ärzten und übernahm sämtliche Behandlungskosten. Als mein Sohn trotzdem starb, kam Mr. Winthrop für die Bestattungskosten auf und schickte mich zur Erholung nach Europa.« Tränen traten ihr in die Augen. »Er war der wunderbarste und großzügigste Mann, den ich je kennen gelernt habe.«
