»Irgendwas Merkwürdiges geht da vor«, begann Dana.

»Wir sind doch nicht etwa schon wieder bei der alten Verschwörungstheorie, oder?«

»Sagen Sie mir, was Sie davon halten.« Dana reichte Matt die längere der beiden Listen. »Hier stehen sämtliche Kunstwerke drauf, die Gary Winthrop besaß. Ich war gerade bei Christie’s und habe die Bilder schätzen lassen.«

Matt Baker überflog die Liste. »Hey, da sind ja ein paar schwere Brocken dabei, van Gogh, Hals, Matisse, Monet, Picasso, Manet.« Er blickte auf. »Und?«

»Und jetzt sehen Sie sich mal diese Liste an«, sagte Dana. Sie reichte Matt die kürzere Liste, auf der die gestohlenen Kunstwerke verzeichnet waren.

Matt las sie laut vor: »Camille Pissaro, Marie Laurencin, Paul Klee, Maurice Utrillo, Henry Lebasque. Worauf wollen Sie hinaus?«

»Auf der Gesamtliste sind etliche Bilder, die pro Stück über zehn Millionen Dollar wert sind«, sagte Dana bedächtig. Sie hielt inne. »Die meisten Bilder auf der anderen Liste, die gestohlenen also, sind allenfalls zweihunderttausend pro Stück wert, wenn nicht weniger.«

Matt Baker blickte sie mit verkniffenen Augen an. »Die Einbrecher haben die weniger wertvollen Bilder mitgehen lassen?«

»Ganz genau.« Dana beugte sich vor. »Matt, wenn das wirklich Einbrecher gewesen wären, hätten sie auch das Geld und den Schmuck mitgenommen, der offen herumlag. Wir sollten annehmen, dass jemand sie engagiert hat, damit sie nur die wertvolleren Bilder stehlen. Aber diesen Listen nach zu schließen, hatten sie keine Ahnung von Kunst. Wozu hat man sie also engagiert? Gary Winthrop war nicht bewaffnet. Wieso haben sie ihn umgebracht?«

»Wollen Sie etwa sagen, dass der Raub nur zur Tarnung diente und dass es bei dem Einbruch von vornherein um Mord ging?« »Das ist die einzige Erklärung, die mir einfällt.«

Matt schluckte. »Nehmen wir uns die Sache noch mal genauer vor. Angenommen, Taylor Winthrop hat sich tatsächlich jemanden zum Feind gemacht und wurde ermordet - wieso sollte dieser Jemand dann die ganze Familie auslöschen?«



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