
China biss nicht an. Sie kannte die Art ihres Bruders, sie mit Andeutungen zu locken.»Jeder Mensch braucht ein Auto.«
Sie legte die Paprika auf den Küchentisch und ging in ihr Schlafzimmer, um sich umzuziehen. In der Lederkluft schwitzte man bei diesen Temperaturen wie in einer Sauna. Man sah zwar toll aus darin, aber man fühlte sich beschissen.
«Ich hoffe, du bist nicht hergekommen, weil du dir meines ausleihen willst«, rief sie zu ihm hinaus.»Das bekommst du nämlich nicht. Frag Mam, ob sie dir ihres leiht. Ich nehme an, sie hat's noch.«
«Kommst du zu Thanksgiving runter?«, rief Cherokee zurück.
«Wen interessiert das?«
«Rate mal.«
«Ach, telefonieren kann sie wohl nicht?«
«Ich hab ihr erzählt, dass ich zu dir fahre, da hat sie gesagt, ich soll dich fragen. Also — kommst du?«»Ich rede mal mit Matt. «Sie hängte die Lederhose und die Weste in den Schrank und warf die seidene Bluse zu den Sachen für die Reinigung. In einem losen Hawaii-Kleid und Sandalen ging sie wieder zu ihrem Bruder hinaus.
«Wo ist der gute Matt überhaupt?«Er hatte seine halbe Paprika schon gegessen und sich ihre Hälfte vorgenommen.
Sie riss sie ihm aus der Hand und biss hinein. Das Fruchtfleisch war kühl und süß, half ein wenig gegen die Hitze und den Durst.»Weg«, sagte sie.»Cherokee, würdest du dir bitte was anziehen?«
«Warum denn?«Er grinste anzüglich und schob ihr sein Becken entgegen.»Mach ich dich an?«
«Du bist nicht mein Typ.«
«Was heißt weg?«
«Er ist in New York. Geschäftlich. Also, ziehst du dir jetzt was über?«
Mit einem Schulterzucken ging er, und einen Moment später hörte sie die Fliegengittertür hinter ihm zuschlagen. In der muffigen Besenkammer, in der sie ihre Vorräte aufbewahrte, fand sie noch eine Flasche Wasser, goss sich ein Glas ein und gab ein paar Eiswürfel dazu.
