«Nein«, widersprach er.»Das ist eine todsichere Sache. Das richtige Boot hab ich schon gefunden. Es liegt unten in Newport — ein Fischkutter. Im Augenblick nehmen sie Leute zum Fang mit raus. Gute Kohle. Sie fischen Tunfisch und Makrelen. Meistens sind es Tagesausflüge. Die richtig fette Kohle verdienen sie mit Fahrten runter zur Baja. Es muss einiges dran gemacht werden, aber ich würde auf dem Boot wohnen, während ich es richte. Was ich an Material brauche, würde ich mir dort in den Ausstattungsgeschäften besorgen — dazu brauche ich kein Auto — , und ich würde das ganze Jahr über Leute mit rausnehmen.«

«Was verstehst du denn schon von der Hochseefischerei? Und von Booten? Und woher willst du überhaupt das Geld nehmen?«China schnitt ein Stück Gurke in den Romanasalat. Sie betrachtete Cherokees unerwartetes Auftauchen im Licht ihrer letzten Frage und sagte:»Fang gar nicht erst davon an, Bruderherz.«

«Hey! Wofür hältst du mich? Ich sagte doch, dass ich was am Laufen habe, und das stimmt auch. Verdammt noch mal, ich dachte, du würdest dich für mich freuen. Ich hab nicht mal versucht, Mam anzupumpen.«

«Weil die so viel Geld hat!«»Sie hat immerhin das Haus. Ich hätte sie bitten können, es mir zu überschreiben, damit ich eine zweite Hypothek aufnehmen und mir das Geld auf die Weise beschaffen kann. Sie hätte sofort mitgemacht, und das weißt du auch.«

China musste ihm zustimmen. Wann hatte ihre Mutter zu Chero- kees zweifelhaften Projekten je nein gesagt? Er hat Asthma, pflegte sie in seiner Kindheit entschuldigend zu sagen. Und später war der Spruch zu: Er ist eben ein Mann mutiert.

«Bei mir brauchst du es jedenfalls auch nicht zu versuchen«, sagte China.»Was ich habe, ist für mich und Matt und die Zukunft. «

«Als ob…«Cherokee stand auf, ging zur Küchentür und öffnete sie. Die Hände an den Rahmen gestützt, blickte er hinaus in den ausgedörrten Garten.



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