«Ich werde in der Klinik sein«, verwies sie ihn.»Mein Mädchen wird Ihren Rock säubern. «Angela Bender sah Dr. Perthes wieder mit jenem kritischen Blick an, als stünde er hinter dem Leuchtschirm eines Röntgenapparates.»Sie scheinen viel Zeit zu haben.«

«Glauben Sie?«Dr. Perthes setzte sich neben den Untersuchungstisch und befühlte den Brustkorb des Jungen.

«Lassen Sie das!«Die Ärztin schlug ihm leicht auf die Hand.»Solch eine Unvernunft! Der Junge hat eine Rippenquetschung, und Sie drücken daran herum!«Sie betrachtete seine Hände.»Sie haben Hände, die anscheinend noch nie gearbeitet haben.«

«Weil sie ohne Schwielen sind?«Er massierte den Handrücken, auf den sie geschlagen hatte.»Sie hätten Lehrerin statt Ärztin werden sollen. Sie haben einen wirklich guten Schlag.«

«Was sind Sie eigentlich?«Angela Bender richtete sich auf und wusch die Hände in einer sterilen Lösung. Es roch stark nach Karbol.»Nicht einmal vorgestellt haben Sie sich!«

«Was ist ein Name?«fragte Dr. Perthes.»Schall und Rauch — wenn kein vollwertiger Mensch dahintersteckt.«

«Da haben Sie recht. «Dr. Bender winkte ab.»Ich bin auf Ihren Namen auch nicht neugierig.«

Auf der Straße vor dem Haus hielt ein Auto. Dr. Perthes schob die Gardine zurück und blickte hinaus. Die Flurglocke schrillte.

«Das Krankenauto der Lindenburg ist da«, sagte er.

«Endlich!«

Sie lief zur Tür und öffnete. Zwei Krankenwärter mit einer Trage traten ein und hoben den Jungen vorsichtig auf die breiten Leinengurte. Die Ärztin deckte den kleinen Patienten mit einem sterilen Tuch zu.

«Ich fahre mit«, sagte sie nur. Dann gab sie Dr. Perthes zögernd die Hand und nickte ihm zu.»Haben Sie vielen Dank für ihre schnelle Hilfe. Wenn Sie wollen, lassen Sie Ihre Jacke in der Küche bei dem Mädchen. Auch Ihre Adresse. Ich schicke Ihnen das Jackett dann zu.«

«Ist es nicht besser, wenn ich es selbst abhole?«fragte er.



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