
Jens Lyn deutete verzückt nach vorn. »Mein Gott, so etwas Herrliches! Und ich darf es mit eigenen Augen sehen!«
Der Lastwagen war um die Landzunge herumgefahren, und vor ihnen öffnete sich eine kleine Bucht. Ein primitives Ruderboot aus dunklem Holz war auf den Strand gezogen, und auf einer Anhöhe über dem Ufer erhob sich eine plump aus Steinen und Erde zusammengebaute Hütte mit einem niedrigen Dach aus Seegras. Kein Mensch war zu sehen, aber aus dem Kamin stieg eine schwache Rauchsäule auf.
»Wo sind denn die Leute?« wollte Barney wissen.
»Es ist verständlich, daß der Anblick und der Lärm des Lastwagens ihnen Furcht eingejagt hat«, erklärte Lyn. »Vermutlich haben sie sich im Haus versteckt.«
»Schalte den Motor aus, Tex. Vielleicht hätten wir ein paar Perlen oder sonst etwas mitbringen sollen, um die Einheimischen freundlich zu stimmen.«
»Ich fürchte, Ihre Vorstellung von den Einheimischen ist nicht ganz korrekt …«
Die primitive Tür des Hauses wurde aufgerissen, und als wollte er Lyns Worte unterstreichen, rannte ein Mann unter wütendem Geheul auf sie zu. Er schwang eine Breitaxt über dem Kopf. Er sprang in die Luft, schlug mit der Axt gegen den riesigen Schild, den er am linken Arm trug, und jagte dann den Hang herunter auf den Lastwagen zu. Als er mit langen Sprüngen herankam, konnten sie den schwarzen, gehörnten Helm erkennen, dazu seinen langen blonden Bart und Schnurrbart. Er schrie immer noch unverständlich vor sich hin. Dann biß er auf seinen Schild. Um seinen Mund bildete sich Schaum.
»Man kann eindeutig erkennen, daß er Angst hat, aber ein Wikingerheld darf seine Furcht vor den Sklaven und dem Gesinde nicht verraten. Also steigert er sich in eine Berserker-Wut hinein …«
»Sparen Sie sich die Lektion, ja, Doktor? Dallas, könntest du zusammen mit Tex den Knaben ein wenig verlangsamen, bevor er etwas zusammenschlägt?«
»Mit einer Kugel im Kopf bleibt er schnell stehen.«
