»Großartig wie immer, L. M. Sie haben Fingerspitzengefühl.« Barney seufzte müde. Dr. Jens Lyn hatte immer größere Augen bekommen. Nun gurgelte er erstickt.

»A-aber … so war es doch nicht. Es ist alles historisch festgehalten. Nicht einmal Mister Hendrickson hat in allen Punkten recht. Man schreibt die Entdekkung von Vinland im allgemeinen Leif Ericsson zu, dem Sohn von Erik dem Roten. Es gibt zwei Chronikversionen, das Hanksbók und das Flateyjarbók …«

»Genug!« knurrte L. M. »Sehen Sie jetzt, was ich meine, Barney? Nicht einmal die Geschichtsschreiber sind sich einig. Wenn wir also ein bißchen jonglieren, bekommen wir unsere Story. Haben Sie schon überlegt, wer die Hauptrolle übernimmt?«

»Wenn wir Ruf Hawk bekommen könnten — der gäbe einen prächtigen Wikinger ab. Und dann ein großzügig gepolstertes Mädchen …«

»Slithey Tove. Sie ist zu haben. Seit zwei Wochen rennt ihr dämlicher Agent hier herum und macht uns Angebote, also weiß ich, daß sie pleite ist. Wir können sie billig bekommen. Dann brauchen wir noch jemand, der das Drehbuch schreibt, und dafür nehmen wir Charley Chang, den haben wir unter Vertrag. Er ist Spezialist.«

»Für Bibelstoffe vielleicht, aber nicht für historische Dinge«, meinte Barney zweifelnd. »Und ehrlich gesagt, so schön fand ich Die Kreuzabnahme und Die Wanderung durch das Rote Meer nicht.«

»Von den Zensoren zerstückelt, das ist alles. Ich habe die Drehbücher selbst genehmigt, und sie waren Klasse …« Er unterbrach sich plötzlich, als ein rasendes Gebrüll durch die Wand drang. »Haben Sie das gehört?«

»Das ist der Wikinger«, sagte Tex. »Er wollte immer noch seinen Kampf, deshalb haben wir ihn niedergeschlagen und im Duschraum der Chef-Suite angekettet.«

»Was heißt das?« fragte L. M. stirnrunzelnd.



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