
»Es ist ein Berater«, erklärte Barney. »Einer der Einheimischen. Er hat den Laster angegriffen, und da nahmen wir ihn gleich mit, so daß Dr. Lyn sich mit ihm unterhalten kann.«
»Bringt ihn hier herein. Er ist genau der Mann, den wir brauchen, jemand, der sich auskennt und vielleicht ein paar Fragen über die Produktionsprobleme beantworten kann. Einheimische sind immer gut, die kennen die besten Plätze zum Filmen.«
Tex und Dallas gingen hinaus, und nachdem man eine Zeitlang Kettenrasseln gehört hatte, folgten zwei dumpfe Schläge. Dann kamen sie mit einem glasig dreinsehenden Wikinger ins Büro. Er blieb an der Tür stehen, als er die wartenden Männer sah, und zum erstenmal konnten sie ihn genauer betrachten.
Er war groß. Selbst ohne den gehörnten Helm maß er über zwei Meter. Und er war behaart wie ein Bär. Filziges blondes Haar hing ihm über die Schulter, und der dichte Schnurrbart verschwand in den Bartwogen, die bis auf die Brust flossen. Seine Kleidung bestand aus einem grob gewebten Kittel und einem Beinschutz, der mit dicken Lederschlingen festgehalten wurde. Die Kleider rochen kräftig nach altem Schweiß, Teer und Fisch, aber irgendwie paßte der breite Goldreif an seinem Arm gut zu der Aufmachung. Seine Augen waren von einem hellen, fast durchscheinenden Blau und starrten unter zusammengezogenen Brauen zu den Männern hinüber. Er war angeschlagen und gefesselt, aber offensichtlich ungebeugt und unbesiegt. Er hielt das Kinn und die Schultern sehr hoch.
»Willkommen in Hollywood«, sagte L. M. »Setzen Sie sich — Barney, geben Sie ihm einen Drink — und machen Sie es sich bequem. Wie war doch gleich wieder Ihr Name?«
»Er versteht kein Englisch, L. M.«
L. M. Greenspans Miene verdüsterte sich. »Das gefällt mir gar nicht, Barney. Ich arbeite nicht gern mit Dolmetschern. Das geht zu langsam und ist unzuverlässig … Also gut, Lyn, tun Sie etwas für Ihr Geld. Fragen Sie ihn, wie er heißt.«
