
»Wovon reden Sie eigentlich, verdammt noch mal?« fauchte Barney.
»Das sind die Zahlen, die Sie wissen wollten — die zusätzliche Belastung, die das Vermeatron bei größerer Energie aufnimmt.«
»Sehr schön. Und könnten Sie das jetzt in Normalamerikanisch übersetzen?«
»Grob gesprochen —« Hewett sah zur Decke und murmelte vor sich hin — »würde sich eine Last von vierzehn Tonnen und den Ausmaßen vier mal vier mal dreizehn Metern in eine andere Zeit bewegen lassen.«
»Das klingt schon besser. Und es müßte reichen, um unseren Stab zu transportieren.«
»Der Vertrag«, sagte Betty und warf ein achtseitiges, zusammengefaltetes Dokument auf den Tisch.
»Gut«, erwiderte Barney und blätterte die Bogen rasch durch. »Holen Sie Dallas Levy.«
»Miß Tove wartet draußen auf Sie.«
»Doch nicht jetzt! Sagen Sie ihr, ich hätte Aussatz. Und überhaupt, wo bleiben meine Pillen?«
»Ich habe dreimal in der Krankenstation angerufen. Offenbar herrscht heute Personalmangel.«
»Diese seelenlosen Bastarde. Gehen Sie selbst nach unten.«
»Hallo, Barney Hendrickson. Es ist ja eine Ewigkeit her …«
Die mit rauchiger Stimme hineingeworfenen Worte wurden mit Schweigen aufgenommen. Böse Zungen behaupteten, Slithey hätte die Begabung einer ausrangierten Marionette, das Hirn eines Chihuahuas und die Moral einer Fanny Hill. Sie hatten recht. Dennoch erklärten diese Fähigkeiten — oder NichtFähigkeiten — keineswegs die Erfolge ihrer Filme. Slithey besaß eine Eigenschaft im Übermaß: Weiblichkeit. Und sie konnte sich mit anderen Leuten gewissermaßen auf Hormonebene verständigen. Sie strahlte nicht Sex selbst aus, sondern das Gefühl, daß ihr persönlicher Sex nicht unerreichbar war. Was durchaus stimmte. Und dieser Hauch wurde, kaum abgeschwächt, durch alle Barrieren des Films getragen und strahlte heiß und atemberaubend von der Leinwand, ihre Filme brachten volle Kassen. Die meisten Frauen mochten sie nicht. Ihre Aura, die im Moment weder durch Zeit, Raum oder Zelluloid abgedämpft wurde, suchte den Raum wie ein Sonargerät ab und zitterte vor unbändiger Leidenschaft.
