Sams Augen glitzerten. »Ich kenne die Einzelheiten dieses Projekts nicht, L. M., aber einige der Faktoren scheinen attraktiv zu sein.«

»Schaffen Sie es, Barney? Werden Sie mit diesem Film fertig?«

»Ich schaffe es, wenn Sie mir aus allen Kräften helfen und möglichst wenige Fragen stellen. Heute ist Dienstag. Meiner Meinung nach müßte bis Samstag hier alles geregelt sein.« Er zählte die Tage an den Fingern ab: »Wir müssen die Verträge unter Dach und Fach bringen, genügend Filmmaterial kaufen, die Techniker einstellen, mindestens zwei Ersatzkameras besorgen …« Er begann vor sich hinzumurmeln. »Ja«, sagte er schließlich, »es müßte gehen.«

»Ich weiß immer noch nicht«, meinte L. M. nachdenklich. »Es ist eine verrückte Idee.«

Die Zukunft lag auf der Waage, und Barney suchte verzweifelt nach einer Inspiration.

»Noch eines«, sagte er. »Wenn wir, sagen wir, ein halbes Jahr lang Aufnahmen machen, müssen Sie den Leuten ein Gehalt für ein halbes Jahr zahlen. Aber wenn wir die Kameras und Tonbänder mieten, müssen wir nur für ein paar Tage bezahlen.«

L. M. richtete sich steil auf. »Der Handel gilt, Barney.«

5

»Sie haben hier noch keine Ahnung von Cinecittà, Mister Hendrickson.«

»Barney.«

»Überhaupt keine Ahnung, Barney. Der neue Realismus kam nach dem Krieg aus Italien, ebenso der Milieufilm, den später die Engländer übernahmen. Aber Sie werden sehen, Rom stirbt nicht. Leute wie ich kommen eine Zeitlang nach Hollywood, lassen sich ein paar neue Techniken zeigen …«

»Und kassieren nicht schlecht dafür …«

»Das kann ich nicht leugnen, Barney. Ich arbeite für den Yankee-Dollar. Aber, hören Sie, zu dieser Tageszeit erwischen wir nicht mehr viel in Farbe.« Er ließ die 8-mm-Bolex von seinem Handgelenk baumeln. »Ich hätte Tri-X einlegen sollen. Es ist fünf Uhr nachmittags.«

»Keine Angst, Gino, Sie werden genug Licht haben, das verspreche ich Ihnen.« Er sah auf, als sich die Lagerhaustür öffnete, und Amory Blestead hereinkam. »Hier herüber, Amory«, rief er. »Das hier ist unser Kameramann, Gino Cappo. Amory Blestead, technischer Berater.«



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