»Viel Verkehr hier?« fragte Gino.

Ottar setzte sich auf, rieb sich die Seite und murmelte etwas Unfeines vor sich hin. Jens beruhigte ihn schnell mit einem langen Zug aus der Flasche, während Tex den Wagen auf dem Kies abbremste.

»Villa Alpenveilchen«, rief Tex nach hinten. »Endstation.«

Beißender Rauch quoll immer noch aus dem Kamin der niedrigen Hütte, aber es war niemand zu sehen. Waffen und plumpe Werkzeuge lagen auf dem Boden verstreut. Ottar fiel halb aus dem Laster und brüllte etwas, doch im nächsten Moment faßte er sich mit schmerzverzerrter Miene an den Kopf.

»Hvar erut per rakka? Komit út!«

»Los, fangen wir an«, sagte Barney. »Ladet die Kisten ab und fragt Dr. Lyn, wo er sie haben möchte. Nicht Sie, Gino, Sie begleiten mich!«

Sie erkletterten den niedrigen Hang hinter dem Haus. Er war mit hartem, stoppeligem Gras bewachsen, und sie stolperten beinahe über ein verfilztes und wild aussehendes Schaf, das bähend vor ihnen die Flucht ergriff. Von der Anhöhe aus hatten sie einen schönen Blick auf die hereinschwingende Bucht und den weiten, schiefergrauen Ozean. Ein hoher Wellenkamm brach sich am Ufer. Mitten in der Bucht befand sich eine düstere Insel aus Felsklippen, die von der Brandung umschäumt wurde.

»Nehmen Sie die ganze Umgebung auf, damit wir sie später genau studieren können. Von der Insel kann ich eine Nahaufnahme gebrauchen.«

»Sollen wir nicht landeinwärts gehen und uns die Gegend da drüben ansehen?« fragte Gino nach einem Blick durch den Sucher.

»Später, wenn wir noch Zeit haben. Aber es wird ein Meeresfilm, und ich bin froh, daß wir soviel Wasser zur Verfügung haben, ohne von Hafenanlagen und ähnlichem gestört zu werden.«



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