
»Vielleicht ist es noch zu früh, um das zu sagen — aber ich habe so das Gefühl, daß es mein bestes Stück bisher ist. Ich konnte völlig ohne Ablenkung arbeiten — wenn man die Augen nicht einrechnet. Und Clyde war eine große Hilfe. Er kann ordentlich maschinenschreiben. Wußtest du übrigens, daß er Dichter ist?«
»Ich dachte, er sei Koch.«
»Er ist ein lausiger Koch. Ich habe schließlich unser Mittagessen selbst gemacht. Er hat die Arbeit in der Kantine nur angenommen, um seine Miete bezahlen zu können. Er ist ein guter Dichter und schreibt Klasse-Dialoge. Er hat mir wirklich viel geholfen. Glaubst du, wir könnten ihm ein paar Prozente von dem Film abtreten?«
»Weshalb nicht? Und vergiß nicht, dich zu rasieren.«
Barney ging in L. M.s Büro und warf das Drehbuch auf den Tisch. »Fertig«, sagte er.
L. M. wog es sorgfältig mit beiden Händen, dann hielt er es ein Stück von sich, um den Titel zu lesen.
»Unter Wikingerflagge. Guter Titel. Werden ihn ändern müssen. Sie haben Ihr Versprechen gehalten, Barney, aber nun verraten Sie mir, wie man in einer Stunde zu einem Drehbuch kommt. Sam ist übrigens ganz brennend daran interessiert.« Sam war beinahe unsichtbar, weil er bis an die dunkle Wandtapete zurückgerutscht war. Man bemerkte ihn erst, als er nickte.
»Kein Geheimnis, L. M. Es ist das Vremeatron. Sie haben ja gesehen, wie es funktioniert. Charley Chang ging in die Vergangenheit, an ein nettes, ruhiges Plätzchen, und dort hat er sehr hart an dem Drehbuch gearbeitet. Er blieb, bis er fertig war, dann brachten wir ihn in die Gegenwart zurück. Von unserem Standpunkt waren kaum ein paar Minuten vergangen.«
»Ein Drehbuch in einer Stunde!« strahlte L. M. »Das wird die Revolution im Filmgeschäft! Ich bin nicht kleinlich, Barney. Nennen Sie den höchsten Stundenlohn, den Sie sich vorstellen können, und ich verdopple ihn. Geld ist mir egal. Ich will dafür sorgen, daß Charley Chang diese Stunde großzügig ersetzt bekommt.«
