
»Sie verstehen mich nicht ganz, L. M. Es ist vielleicht nur eine Stunde Ihrer Zeit vergangen, aber Charley Chang hat mehr als zwei Monate an dem Drehbuch gearbeitet, einschließlich der Samstage und Sonntage. Und er möchte diese Zeit bezahlt bekommen.«
»Er kann nicht beweisen, daß er so lange gebraucht hat!« fuhr L. M. auf.
»Kann er schon! Er hat jeden Tag eine Karte abgestempelt, und ich habe die Karten bei mir.«
»Soll er mich verklagen! Es hat eine Stunde gedauert, und ich zahle für eine Stunde.«
»Sam, rede du mit ihm«, bat Barney. »Sage ihm, daß man für nichts nichts bekommt. Acht Wochen Bezahlung ist immer noch ein Pappenstiel für so ein tolles Drehbuch.«
»Das Ein-Stunden-Drehbuch hat mir besser gefallen«, sagte Sam.
»Uns allen hätte ein Ein-Stunden-Drehbuch besser gefallen, aber es gibt nun mal keines. Es handelt sich lediglich um eine neue Arbeitsmethode, und die geleistete Arbeit muß ebenso wie früher bezahlt werden.«
Das Telefon unterbrach das Gespräch. L. M. nahm den Hörer ab. Eine Zeitlang horchte er schweigend zu, dann stieß er eine Serie von einsilbigen Grunzlauten aus und legte auf.
»Ruf Hawk ist nach hierher unterwegs«, sagte L. M. »Vielleicht können wir ihn für die Titelrolle gebrauchen, aber ich habe das Gefühl, daß er noch unter Vertrag steht. Barney, horchen Sie ihn aus, bevor sein Agent herkommt. So — und was diese eine Stunde betrifft …«
»Bitte, sprechen wir später über diese eine Stunde, L. M. Es wird sich alles klären.«
Ruf Hawk kam herein. Er blieb einen Moment in der Tür stehen und wandte ihnen sein Profil zu, um zu zeigen, wie gut er aussah. Er sah gut aus. Er sah gut aus, weil sein einziges Interesse seinem Aussehen galt. In zahllosen Kinos auf der ganzen Welt schlugen Frauenherzen schneller, wenn Ruf ein glückliches Starlet in die männlichen Arme schloß.
