»Ach ja, richtig«, sagte Ruf. Endlich w a r seine Aufmerksamkeit gefesselt. »Ich habe von den Wikingern gehört. Ich habe noch nie einen Wikinger gespielt.«

»Aber zutiefst im Herzen wolltest du schon immer einen Wikinger spielen, Ruf. Anders kann es gar nicht sein. Die Rolle ist dir auf den Leib geschrieben, du kannst dich richtig hineinknien. Was glaubst du, wie du als Wikinger auf der Leinwand aussehen wirst?«

Die dichten Augenbrauen bewegten sich aufeinander zu. »Ich sehe auf der Leinwand immer gut aus.«

»Natürlich, Ruf, deshalb haben wir dich ja kommen lassen. Du hast doch im Moment keine anderen wichtigen Engagements, oder?«

Rufs Augenbrauen trafen sich, ein Zeichen, daß er angestrengt nachdachte. »Ende nächster Woche fange ich mit einem Film an. Etwas über Atlantis.«

L. M. Greenspan sah vom Drehbuch auf und runzelte die Stirn ebenso wie Ruf. »Dachte ich mir. Schöne Grüße an Ihren Agenten, Ruf, aber wir müssen uns jemand anders suchen.«

»L. M.«, sagte Barney, »lesen Sie das Drehbuch. Es wird Ihnen Spaß machen. Ich rede mit Ruf. Sie haben vergessen, daß der Film bis Montag fertig ist. Da kann sich Ruf noch ein paar Tage bis zu seinem nächsten Termin entspannen.«

»Ich bin froh, daß Sie das Drehbuch erwähnen. Es enthält ein paar grobe Fehler.«

»Woher wissen Sie das — Sie haben doch erst zehn Seiten gelesen? Lesen Sie weiter, dann sprechen wir darüber. Der Autor sitzt draußen. Er macht Abänderungen auf Bestellung.« Er wandte sich wieder an Ruf. »Ich will dir also deinen Wunsch erfüllen. Du sollst den Wikinger spielen. Wir haben ein neues technisches Verfahren, mit dem wir den Film an Ort und Stelle drehen können, und obwohl wir in ein paar Tagen fertig sind, bekommst du das Honorar für einen vollen Film. Was hältst du davon?«

»Darüber mußt du mit meinem Agenten reden. Mit Gelddingen will ich nichts zu tun haben.«



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