
Ich stemmte ein Knie aufs Bett und legte eine Hand auf ihre Schulter. Dann zerschnitt ich den Sack und die Kehle darunter. Blut quoll durch den Schlitz in dem groben Rupfen. Ihre Hände kamen hoch und fuchtelten ins Leere. Henry torkelte mit einem hohen, dünnen Aufschrei vom Bett weg. Ich bemühte mich, sie festzuhalten. Sie zerrte mit den Händen an dem Sack, aus dem weiter das Blut strömte,
Mit den ersten beiden Schnitten hatte ich ihr die Kehle aufgeschlitzt, beim ersten Mal tief genug, um den Knorpel der Luftröhre sichtbar werden zu lassen. Mit den letzten beiden hatte ich ihr Wange und Mund aufgeschnitten, Letzteren so tief, dass sie nun ein Clownsgrinsen trug. Es reichte von einem Ohr zum anderen und ließ die Zähne sehen. Sie stieß ein gutturales, gedämpftes Brüllen aus, wie es ein Löwe zur Fütterungszeit hören lassen könnte. Das Blut spritzte aus ihrer Kehle bis zum Fußende der Tagesdecke. Ich weiß noch, wie ich dachte, dass es wie der Wein in dem Glas aussieht, das sie im letzten Tageslicht hochgehalten hatte.
Sie wollte vom Bett aufstehen. Ich war erst überrascht, dann aufgebracht. Sie hatte mir während unserer Ehe immer nur Ärger gemacht und machte auch jetzt, bei unserer blutigen Scheidung, nichts als Ärger. Aber was hatte ich anderes erwartet?
»O Papa, mach, dass sie aufhört!«, kreischte Henry. »Mach, dass sie aufhört, o Papa, mach um Himmels willen, dass sie aufhört!«
Ich stürzte mich wie ein feuriger Liebhaber auf sie und drückte sie in ihr blutgetränktes Kopfkissen zurück. Tief aus ihrer zerfleischten Kehle kamen weitere dumpfe Knurrlaute. Ihre in den Höhlen rollenden Augen vergossen Ströme von Tränen. Ich schlang ihr Haar um meine Hand, riss ihr den Kopf zurück und durchschnitt ihr nochmals die Kehle.
