
»Auch sein Herz verrät nichts; der größte Teil der Arbeit wird von einem Generator geleistet.«
»Ich verstehe es nicht!« brummte Rogers. »Ich verstehe es einfach nicht! Entweder ist er Martino, oder er ist es nicht. Unsere Leute haben sich ganz nett in Unkosten gestürzt — jetzt haben wir ihn wieder. Wenn er Martino ist, sehe ich trotzdem noch nicht, was sie dabei gewinnen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß sie nichts gewinnen wollen — so sind sie einfach nicht!«
»Sind wir es?«
»Gut! Es gibt zwei Parteien, jede ist überzeugt, daß sie recht hat. In diesem Jahrhundert wird die Lebensweise der Welt für die nächsten tausend Jahre bestimmt. Wenn man um solche Einsätze spielt, läßt man keine Chance vorbeigehen. Wenn er nicht Martino ist, so haben sie vielleicht angenommen, daß wir ihn ohne Untersuchung durchlassen. Dann kann ich nur sagen, sie sind dümmer als sie sich in der Vergangenheit gezeigt haben. Aber wenn er Martino ist, warum, zum Teufel, ließen sie ihn laufen? Ist er auf ihre Seite getreten? Es sind schon ganze Nationen zu ihnen übergelaufen, von denen wir es niemals angenommen hätten.«
Dann fügte er noch hinzu: »Die Burschen spielen ganz nett Blindekuh mit uns.«
Willis nickte. »Ich weiß. Hören Sie mal gut zu — was wissen Sie über die Russen?«
»Russen? Hm! Genausoviel wie über die anderen Kommunisten. Warum?«
»Vorsicht, Rogers, verallgemeinern hat keinen Zweck. Aber selbst in diesem psychologischen Krieg sollten wir eines nicht vergessen. Dies hier ist ein typisch slavischer Scherz, ein russischer sozusagen. Ich kann mir vorstellen, daß jeder, der darüber Bescheid weiß, sich krank lacht. Vielleicht fing alles anders an, viel ernster. Jetzt jedenfalls ist es gut möglich, daß die Jungs in Novoya Moskva beim Wodka von einem Lachkrampf in den anderen fallen.«
»Sehr schön«, sagte Rogers, »ausgezeichnet!«
»Ich war überzeugt, daß Ihnen die Geschichte gefallen würde.«
