Rogers zündete sich eine neue Zigarette an. »Wir haben dies alles schon einmal durchgekaut. Fast jeder Gesichtspunkt paßt auf das wenige, was wir wissen. Aber was beweist es?«

»Nun, wie ich schon gesagt habe, möglicherweise haben sie nie vorgehabt, ihn wieder laufen zu lassen. Bei dieser Annahme bleibt jetzt zu fragen, warum haben sie ihn schließlich doch freigegeben? Nehmen wir an, er hat den Mund gehalten. Sagen wir, sie haben schließlich eingesehen, daß er doch keine Goldbarren zu vergeben hatte. Oder sagen wir, sie haben etwas anderes vor — vielleicht im nächsten Monat, oder in der nächsten Woche. Dann war es nur logisch, ihn freizugeben.«

»Das sind mir zu viele Annahmen. Was sagt er denn darüber aus?«

Willis wehrte ab. »Er sagt, daß sie ihm verschiedene Angebote gemacht hatten. Er habe sie für Köder gehalten und ausgeschlagen, Sie hätten ihn auch ausgefragt, aber er habe dichtgehalten.«

»Halten Sie das für möglich?«

»Alles ist möglich. Sehen Sie, er ist geistig völlig normal, und das ist schon eine Menge. Er war schon immer ein sehr ausgeglichener Charakter.«

Rogers fuhr auf: »Hören Sie zu! Die da drüben haben bis jetzt noch jeden fertiggemacht, sofern sie nur wollten. Warum nicht ihn?«

»Ich habe nicht gesagt, daß sie es nicht versucht haben. Aber es besteht die Möglichkeit, daß er die Wahrheit spricht. Vielleicht haben sie nicht genug Zeit gehabt. Vielleicht war er ihnen thematisch überlegen. Die Tatsache, daß er kein ›Gesicht‹ hat und ihm ein normaler Atemkreislauf fehlt, gab ihnen vielleicht keine Gelegenheit zu erkennen, wann er reif war und den Boden unter den Füßen verlor. Das mag ihm geholfen haben.«

»Ja«, sagte Rogers, »das scheint mir auch der Fall zu sein.«



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