
»Hier ist sein Energiezentrum. Wir haben es nur angedeutet; aber ich glaube mit großer Wahrscheinlichkeit sagen zu können, daß es sich um eine gewöhnliche Taschenlampenbatterie handelt. Sie befindet sich in der Nähe seiner ehemaligen Lungen, gleich neben dem Gebläse, das seine Stimmbänder zum Schwingen bringt und für die Sauerstoffverteilung sorgt. Ein ganz phantastisches Ding übrigens.«
»Wir stark ist die Batterie abgeschirmt?«
In Barristers Antwort lag ein gewisses Maß von fachlicher Bewunderung. »Immerhin so stark, daß wir nur verschwommene Röntgenbilder bekommen. Natürlich nimmt der Energievorrat langsam ab. Er wird in ungefähr fünfzehn Jahren sterben.«
»Hm.«
»Wenn die da drüben darum besorgt wären, ob er lebt oder stirbt, hätten sie uns doch wenigstens ein Schaltschema mitschicken können!«
»Immerhin waren sie am Anfang darum besorgt. Und vielleicht sind fünfzehn Jahre für sie genug — wenn er nicht Martino ist.«
»Und wenn er Martino ist?«
»Wenn er Martino ist und sie mit ihren Überredungskünsten bei ihm gelandet sind, können fünfzehn Jahre immer noch lange genug sein.«
»Und wenn er Martino ist und nicht auf sie hereingefallen ist, wenn er immer noch der gleiche ist, der er bei uns war? Wenn er kein Marsmensch ist, sondern ganz einfach Lucas Martino, Physiker?«
Rogers ließ den Kopf sinken. »Ich weiß es nicht. Ich habe keine Antworten mehr auf Lager. Aber wir müssen es rauskriegen, und wenn wir jeden einzelnen ausquetschen, mit dem er mal gesprochen hat.«
2.
Lucas Martino wurde im Krankenhaus der kleinen Stadt, nahe der Farm seines Vaters, geboren. Seine Mutter starb bei der Geburt, und so war er der einzige und älteste Sohn von Matteo, Serafino Martino, Farmer in Milano bei Bridgetown, New Jersey. Er erhielt den Namen seines Onkels, der den Eltern das Geld zur Überreise in die Vereinigten Staaten und zum Ankauf der Farm gegeben hatte.
