Lucas Martino sah ihn an, als ob es eine Selbstverständlichkeit sei, daß ein sechzehnjähriger Bursche ein unwiderrufliches Gelübde ablegte.

Starke wurde etwas verwirrt. Er machte zum ersten Male in seinem Leben einen Rückzieher.

»So, das also ist das, was Sie für Physik halten. Sie haben sicher vor, auf das Massachusetts Technikum zu gehen?«

»Wenn ich das Geld dafür zusammenkriege. Aber ich glaube, meine Zensuren sind nicht gut genug.«

»Die Zensuren hängen von Ihren Arbeiten ab. Sie haben ja noch etwas Zeit. Und was das Geld betrifft: es gibt eine Menge Stipendien. Wenn Sie die nicht schaffen, können Sie immer noch versuchen, die Unterstützung eines der großen Konzerne wie General Electrics zu bekommen.«

Martino schüttelte den Kopf. »Es ist, ein Problem mit drei Faktoren. Meine Abgangszensuren werden unter keinen Umständen überragend sein, ganz gleich, was ich mache. Außerdem möchte ich nicht an irgendeine Industriegesellschaft gebunden sein. Und drittens, Stipendien decken nicht alle Unkosten. Nein, ich werde nach New York gehen, bei meinem Onkel arbeiten und abends auf der New Yorker Volkshochschule Vorlesungen hören.«

Der Plan stand da, fest und überlegt. Starke hätte nie ahnen können, daß er kaum eine Minute vorher gefaßt worden war.

»Sie haben es mit Ihren Eltern durchgesprochen, nicht wahr?«

»Noch nicht.« Martino sah zögernd drein. »Es wird hart für sie sein. Es wird lange dauern, bis ich ihnen etwas Geld schicken kann.« Er dachte noch daran, daß er sein gewohntes Familienleben werde aufgeben müssen; aber darüber konnte er mit einem Fremden nicht sprechen.


* * *

»Ich verstehe ihn nicht«, sagte seine Stiefmutter. »Warum will er plötzlich nach Boston gehen? Boston ist weit weg. Noch weiter als New York.«



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