
»Um Ihnen das zu sagen, habe ich Sie aufgesucht. Da wir Sie nicht ewig hierbehalten können, dürfen Sie jetzt hingehen, wohin Sie wollen.«
Der Mann blickte auf. »Die Sache hat doch einen Haken?«
Rogers nickte. »Ja, das stimmt. Bestimmte Dinge können wir Sie leider nicht mehr tun lassen. Das ist der Haken. Jetzt wissen Sie es offiziell. Wie gesagt, Sie können tun, was Sie wollen, vorausgesetzt, daß es sich nicht um Physik handelt.«
»Ja«. Martinos Stimme klang ruhig und gefaßt. »Sie wollen sehen, wohin ich mich wende. Und wie lange gedenken Sie, mich zu beschatten?«
»Bis wir wissen, wer Sie sind.«
Der Mann begann zu lachen; es klang bitter.
* * *
»So, heute laßt ihr ihn laufen?« fragte Finchley.
»Morgen früh. Er will nach New York. Wir haben seinen Flug bezahlt und ihm eine hundertprozentige Arbeitsunfähigkeitsrente genehmigt. Außerdem zahlen wir ihm noch vier Monatsgehälter von Martino nach.«
»Werden Sie die Gruppe aufstellen, die ihn in New York beobachtet?«
»Ja. Und ich werde ihn auch auf der Reise begleiten.«
»Wirklich? Geben Sie Ihre Stellung hier auf?«
»Ja. So lautet der Befehl. Martino ist von jetzt ab meine persönliche Verpflichtung.«
Finchley sah Rogers neugierig an. Rogers blickte betont aus dem Fenster. Einen Augenblick später hörte er, wie Finchley leise vor sich hinpfiff, und wußte, daß sein Kollege glaubte, man habe ihn abgeschoben.
»Wie werden Sie die ganze Sache von nun an aufziehen.« Finchley fragte sehr vorsichtig. »Werden Sie ihn nur unter Aufsicht halten und warten, bis er einen falschen Schritt macht?«
Rogers schüttelte den Kopf. »Nein! Wir werden die Schrauben etwas fester anziehen. Wir werden versuchen, sein psychologisches Profil zu finden. Das ist unsere einzige Chance. Das gleiche gilt für den ehemaligen Lucas Martino. Wir haben dann die Möglichkeit, beide gegeneinander zu halten und festzustellen, ob der wirkliche Martino so oder anders gehandelt hätte. Stellt dieser Kerl etwas an, was der alte Martino nie getan haben würde, so sollen Sie mal sehen, wie wir über ihn herfallen.«
