
Vom Xltesten der Samanas belehrt, Xbte Siddhartha Entselbstung, Xbte Versenkung, nach neuen Samanaregeln. Ein Reiher flog Xberm Bambuswald X und Siddhartha nahm den Reiher in seine Seele auf, flog Xber Wald und Gebirg, war Reiher, fraX Fische, hungerte Reiherhunger, sprach ReihergekrXchz, starb Reihertod. Ein toter Schakal lag am Sandufer, und Siddharthas Seele schlXpfte in den Leichnam hinein, war toter Schakal, lag am Strande, blXhte sich, stank, verweste, ward von HyXnen zerstXckt, ward von Geiern enthXutet, ward Gerippe, ward Staub, wehte ins Gefild. Und Siddharthas Seele kehrte zurXck, war gestorben, war verwest, war zerstXubt, hatte den trXben Rausch des Kreislaufs geschmeckt, harrte in neuem Durst wie ein JXger auf die LXcke, wo dem Kreislauf zu entrinnen wXre, wo das Ende der Ursachen, wo leidlose Ewigkeit begXnne. Er tXtete seine Sinne, er tXtete seine Erinnerung, er schlXpfte aus seinem Ich in tausend fremde Gestaltungen, war Tier, war Aas, war Stein, war Holz, war Wasser, und fand sich jedesmal erwachend wieder, Sonne schien oder Mond, war wieder Ich, schwang im Kreislauf, fXhlte Durst, Xberwand den Durst, fXhlte neuen Durst.
Vieles lernte Siddhartha bei den Samanas, viele Wege vom Ich hinweg lernte er gehen. Er ging den Weg der Entselbstung durch den Schmerz, durch das freiwillige Erleiden und Xberwinden des Schmerzes, des Hungers, des Dursts, der MXdigkeit. Er ging den Weg der Entselbstung durch Meditation, durch das Leerdenken des Sinnes von allen Vorstellungen. Diese und andere Wege lernte er gehen, tausendmal verlieX er sein Ich, stundenlang und tagelang verharrte er im Nicht-Ich. Aber ob auch die Wege vom Ich hinwegfXhrten, ihr Ende fXhrte doch immer zum Ich zurXck. Ob Siddhartha tausendmal dem Ich entfloh, im Nichts verweilte, im Tier, im Stein verweilte, unvermeidlich war die RXckkehr, unentrinnbar die Stunde, da er sich wiederfand, im Sonnenschein oder im Mondschein, im Schatten oder im Regen, und wieder Ich und Siddhartha war, und wieder die Qual des auferlegten Kreislaufes empfand.
