„Was es auch sein mag, ich denke nicht daran, abzulehnen“, entgegnete ich.

Er sah mich an mit einer Miene, die ich im Augenblick nicht zu deuten wußte, und lächelte. „Um so besser“, meinte er. „Wer Kamow ist, werden Sie wohl wissen?“

Bei dieser Frage fuhr ich zusammen. Kamow? Der Konstrukteur und Kommandant des ersten Raumschiffes der Welt? Der Mann, der bereits zweimal die Erde verlassen hat? Hatte ich mich auch nicht verhört?

„Natürlich“, antwortete ich. „Wer kennt ihn nicht!“

›Also darum hat er die Expedition als gefährlich bezeichnet‹, dachte ich. Der Name Kamow ließ keinen Zweifel daran, daß es sich um einen Flug ins Innere des Sonnensystems, vielleicht gar auf einen Planeten, handelte. Wer von uns hat nicht schon davon geträumt, eine solche Reise zu unternehmen? Aber es ist doch wohl ein Unterschied, ob man nur davon träumt, oder ob man plötzlich zu einer solchen Reise aufgefordert wird.

„Wenn Sie wollen“, sagte der Chef, „können Sie an seiner Expedition teilnehmen.“

„Wohin, wenn ich fragen darf?“

„Das entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn Sie zusagen, erfahren Sie alles Weitere von Kamow selbst.“

„Warum machen Sie dieses Angebot gerade mir?“

„Weil Sie der geeignete Mann zu sein scheinen.“

Alles das war für mich so überraschend, daß ich erst einmal meine Gedanken sammeln mußte.

„Gestatten Sie, daß ich Ihnen die Antwort morgen gebe?“

„Übereilen Sie sich nicht!“ warnte der Chef. „Solch ein Angebot will reiflich überlegt sein. Sie könnten sonst Ihren Entschluß später bereuen.“

Am nächsten Morgen sagte ich dem Chef, ich sei bereit, mitzufliegen, wohin es auch immer gehe.



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