
Er gab mir zur Antwort: „Theoretisch stimmt das, aber in der Praxis ist die Sache komplizierter. Das Problem der Erreichung hoher Geschwindigkeiten hängt vom Problem des Materials ab, aus dem die Düsen und andere Teile des Motors hergestellt werden. Bei der Atomspaltung entwickelt sich eine gewaltige Temperatur. Wir haben aber heute noch keine Metalle, die so schwer schmelzbar sind, daß sie einer derartigen Erhitzung längere Zeit widerstehen könnten. Durch zahlreiche Versuche wurde festgestellt, wie lange die Düsen arbeiten können, und diese Zeit reicht gerade aus, um von der Erde, der Venus und dem Mars aufzusteigen. Die Reservezeit beträgt einige Minuten und ist nur für unvorhergesehene Zwischenfälle gedacht. Sogar für das Absteigen zu den Planeten mußte ich zwei zusätzliche Motoren einbauen.“
„Wie steht es dann mit dem Flug in der Atmosphäre?“ fragte ich.
„Dafür haben wir einen Kleinmotor, der lange arbeiten kann, aber nur eine geringe Geschwindigkeit entwickelt. Unser Schiff stellt zwar die Krönung der modernen Technik dar, doch es ist noch längst nicht vollkommen. Denken Sie zum Beispiel nur einmal daran, daß wir uns auf dem Mars nicht eine Stunde zu lange aufhalten dürfen. Zeigt das etwa nicht, wie machtlos wir eigentlich noch sind? Wenn unser Schiff eine höhere Geschwindigkeit besäße, zum Beispiel vierzig oder fünfzig Kilometer in der Sekunde, mindestens aber eine etwas größere Geschwindigkeit als die Erde, so brauchten wir uns um keine Termine zu kümmern und könnten auf dem Mars bleiben, solange wir wollen. Vorerst aber sind uns die Hände noch gebunden.
