Good strahlte mich mit geheimnisvollem Blick durch sein Monokel an und murmelte: »Ja, lustig -sehr lustig in der Tat.«

»Ich verstehe nicht ganz«, sagte ich und schaute die beiden abwechselnd an. Ich bin nämlich kein großer Freund von Geheimnissen.

»Wirklich nicht, alter Knabe?« fragte Sir Henry. »Dann will ich es mal erklären. Als Good und ich den Weg hier heraufkamen, hatten wir ein Gespräch.«

»Was einem ja nicht sonderlich schwerfällt, wenn Good dabei ist«, warf ich spöttisch ein; Good plaudert nämlich überaus gern. »Und worüber habt ihr euch unterhalten?«

»Nun, was meinst du wohl?« ließ mich Sir Henry raten.

Ich schüttelte den Kopf. Es war unwahrscheinlich, daß ich das Richtige treffen würde; Good redet über so vieles.

»Nun, dann will ich es verraten: wir sprachen über einen kleinen Plan, den ich mir ausgeheckt habe; nämlich, falls du auch dazu bereit bist, unsere Siebensachen zusammenzupacken und wieder nach Afrika auf eine Expedition zu gehen.«

Bei diesen Worten machte ich buchstäblich einen Luftsprung. »Das kann doch nicht wahr sein!« rief ich.

»Doch es ist aber wahr, und Good ist derselben Meinung; nicht wahr, Good?«

»So ist es«, sagte der andere Gentleman.

»Hör zu, alter Knabe«, fuhr Sir Henry mit beträchtlicher Begeisterung in seiner Stimme und seinen Gesten fort. »Ich habe es ebenfalls satt, völlig satt, hier tatenlos herumzusitzen mit der einzigen Beschäftigung, den Landedelmann zu spielen, und das in einem Land, das noch einmal an seinen Landedelmännern ersticken wird. Schon seit mehr als einem Jahr hat mich eine Ruhelosigkeit gepackt wie bei einem alten Elefanten, der Gefahr wittert. Ich träume ständig von Kukuanaland und Gagool und den Minen des Königs Salomon. Ich versichere dir, ich leide an einer immer unerträglicher werdenden Sucht.



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