
Ich hatte ihn nicht unterbrochen, da ich bemerkte, welch tiefen Eindruck seine enthusiastische Begrüßungsrede auf die fünf Wakwafi machte, die zumindest einen Teil dessen, was er sagte, zu verstehen schienen. Nun jedoch hielt ich es für an der Zeit, seinen Redeschwall einzudämmen; nichts auf der Welt ist mir so zuwider wie die Angewohnheit der Zulu, jemanden in höchsten Tönen zu preisen - >bongern< -wie sie es nennen. »Ruhe jetzt!« rief ich. »Ward all dein lärmender Redefluß gedämmt, seit ich dich das letzte Mal sah, so daß er nun so mächtig aus dir hervorbricht und uns gleichsam überschwemmt? Was tust du hier mit diesen Männern - du, der du Stammesführer in Zululand warst, als ich dich zum letzten Male sah? Wie kommt es, daß du so fern deiner Heimat bist und ich dich hier mit Fremden zusammen vorfinde?«
Umslopogaas stützte sich auf seine lange Streitaxt (die nichts anderes war als ein Schlachtbeil, mit einem wunderschönen Griff aus Rhinozeroshorn), und sein grimmiges Gesicht nahm einen traurigen Ausdruck an.
»Mein Vater«, begann er, »ich habe dir etwas zu erzählen, aber ich kann es nicht vor den Ohren dieser Unwürdigen (umfagozana) - er deutete dabei auf die Wakwafi Askari - aussprechen. Es ist nur für dein Ohr bestimmt. Mein Vater, dieses will ich dir nun berichten« - und hier wurde sein Gesicht wieder grimmig, »eine Frau verriet mich an den Feind und bedeckte meinen Namen mit Schande - ja, meine eigene Frau, ein Mädchen mit rundem Gesicht, betrog mich. Aber ich entrann dem Tode; ja, ich überwand jene, die gekommen waren, um mich abzuschlachten. Ich führte nur drei mächtige Hiebe mit dieser meiner Axt Inkosi-kaas - sicherlich kann sich mein Vater noch an sie erinnern, einen nach rechts, einen nach links, und einen nach vorn, aber es reichte, um drei Männer tot zu Boden zu strecken. Und dann floh ich, und, wie mein Vater weiß, sind meine Füße, auch jetzt noch, da ich alt bin, wie die Füße der Saasaby
