Ich schaute ihn an und schüttelte den Kopf. »Umslopogaas«, sagte ich, »ich kenne dich aus alter Zeit. Immer voller Ehrgeiz, immer dabei, Pläne zum großen Ruhm auszuhecken; ich fürchte, dieses Mal hast du dir zuviel zugemutet. Vor vielen Jahren, als du Ränke schmieden wolltest gegen Cetywayo, den Sohn des Panda, da warnte ich dich, und du hörtest auf meinen Rat. Doch nun, da ich nicht in deiner Nähe war, um dir in den Arm zu fallen, da hast du mit eigenen Füßen die Fallgrube durchbrochen, die du selbst gegraben hast. Ist es nicht so? Aber was geschehen ist, ist geschehen. Wer kann den abgestorbenen Baum wieder zum Grünen bringen; wer kann das Licht, das im letzten Jahre leuchtete, noch einmal erblicken? Wer kann das gesprochene Wort bewahren oder den Geist der Gefallenen wieder zum Leben erwecken? Was die Zeit verschlingt, das kommt nie wieder zurück. Laß es dem Vergessen anheimfallen!

Und nun höre, Umslopogaas! Ich kenne dich als einen großen Krieger und als einen tapferen Mann, der treu ist bis in den Tod. Selbst in Zululand, wo alle Männer tapfer sind, gab man dir den Ehrennamen >der Schlächter<, und nachts erzählt man sich am Feuer von deiner Stärke und von deinen großen Taten. Höre, was ich dir nun sage! Du siehst dort jenen großen Mann stehen, meinen Freund ...« - ich deutete auf Sir Henry - »Er ist ein eben solcher Krieger wie du, und da er genauso stark ist wie du, könnte er dich über seine Schulter werfen. Incubu ist sein Name. Und du siehst auch den anderen, den mit dem runden Bauch, dem leuchtenden Auge und dem freundlichen Gesicht. Bougwan (Glasauge) ist sein Name, und er ist ein guter und aufrechter Mann. Er gehört zu jenem seltsamen Stamme, der sein Leben auf dem Wasser verbringt und in schwimmenden Kraals lebt.

Nun, wir drei die du hier siehst, wollen gerne ins Landesinnere reisen, jenseits des Dongo Egere, des großen weißen Berges (Mount Kenia), und tief in das unbekannte Gebiet dahinter.



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