R. J. saß mit ihrem Werkzeugkasten bewaffnet in einem blauen Ruderboot am Steg und wechselte geschickt eine Rudergabel aus.

Den schwarzen Feldstecher an den Augen, ließ Bunny den Blick wieder über den Fluß schweifen.»Warum setzt Francie ihn nicht auf Diät?«Sie hatte mitten auf dem glitzernden Wasser Freunde erspäht; Nordie, der Ehemann, bediente die Pinne eines atemberaubenden Segelbootes.

«Er würde schnurstracks in die Stadt gehen und sich einen Cheeseburger holen. Ah, geschafft. «R. J. entfernte die alte Rudergabel.

«Nordie ist über einen Ersatzreifen raus. Das ist bereits ein Traktorreifen. Kannst du dir Sex mit einem Mann mit Schmerbauch vorstellen? Das wäre ein Triumph der Physik.«

«Nein, Schätzchen.«

«Was nein? Ein Triumph oder keiner, oder du kannst es dir erst gar nicht vorstellen?«Bunny ließ den Feldstecher sinken.

«Kann mir Sex mit Nordie nicht vorstellen.«

«Findest du, daß Sex überbewertet wird?«

«Bunny, das haben wir schon x-mal durchgekaut. Ich glaube, es hat 1955 angefangen. An dem Tag, als du vierzehn wurdest.«»Es ist gräßlich. Du bist in einem geraden Jahr geboren und ich in einem ungeraden. Es ist einfach gräßlich. 1938. Das hört sich doch hübsch an. Aber nein, ich bin Jahrgang 1941. Und das Einzige, was allen Leuten zu 1941 einfällt, ist der Überfall auf Pearl Harbor. Das ist nicht fair.«

«Du bist noch keine vierzig, also laß das Meckern und Jammern sein. «R. J. schmirgelte die Stelle ab, wo die alte Rudergabel gewesen war, dann steckte sie die neue Gabel auf. Paßte perfekt.

«Es gibt Tage, da fühle ich mich wie hundert«, seufzte Bunny und schwenkte die Beine übers Wasser.



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