Beide lächelten und gaben sich die Hand.

Dann zog Vic die Kommode mit einem einzigen Ruck herunter.

«Wie hast du das geschafft?«

«Mit Geduld. Du hast deine verloren«, erwiderte Vic scharfsinnig.

«Scheint so. «Dann fügte sie neckisch hinzu:»Hat dir schon mal jemand gesagt, daß du groß und stark bist?«

«Täglich. Und es bringt keinem was. «Vic lachte.»Aber bei dir mach ich 'ne Ausnahme, weil ich ja das Jahr über neben dir wohnen muß, und trag dir das Ding rauf.«

Chris mühte sich ab, die Kommode an einer Seite anzuheben.»Ein sperriges Monstrum. «Sie blinzelte, damit ihr der Schweiß nicht in die Augen lief.

«Stell's ab«, befahl Vic.

«Warum?«

«Stell's einfach ab«, wiederholte Vic.»Du gehst voran und hältst mir die Türen auf.«

«Du willst sie doch nicht etwa alleine raufschleppen?«

«Das ist leichter, als dichund das Möbel zu manövrieren. «Vic hievte sich die Kommode aus Vogelaugen-Ahorn auf den Rücken, beugte sich nach vorn und stieg die Hintertreppe von Haus Olsen hoch. Chris' Apartment lag im obersten Stockwerk; Vics Apartment lag im obersten Stockwerk von Haus DeReuter. Oben am letzten Treppenabsatz setzte sie ihre Last erleichtert ab, atmete tief durch, hob sie dann wieder auf und steuerte auf das Schlafzimmer zu. Chris ging voraus und entschuldigte sich bei jedem Schritt. Vic stellte die Kommode an die Wand.

«So.«

«Danke. Echt, ich kann dir nicht genug danken.«

«Eine Cola wär nicht schlecht. «Vic wischte sich die Stirn ab, dabei spritzten Schweißtropfen von ihren Fingerspitzen.

Chris' Küche war mit neueren Gerätschaften ausgestattet als Vics. Sie machte den Kühlschrank auf, holte eine Dose Coke heraus, nahm ein mit tanzenden Eisbären verziertes Glas, warf Eiswürfel hinein und goß die Cola darüber. Dann wiederholte sie die Prozedur für sich.

«Mit Eis schmeckt's besser.«

Vic stürzte ihre Cola hinunter.»Stimmt.«



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