
«Sie ermöglichen ihnen wenigstens einen Start. Für einen Harrison gehört es sich nicht, arm zu sein.«
«Bunny, es gehört sich für niemanden, arm zu sein.«
«Wohl wahr. «Bunny streckte die schönen langen Beine aus.
«Und wenn Vic und Charly nicht hier leben wollen?«, fuhr R. J. fort.»Vielleicht hält sie ja nichts in Surry County. Ich kann mir gut vorstellen, daß sie nach Richmond ziehen. Sogar nach Washington! Charly muß sich einen Job suchen.«
«Vic würde umkommen vor Langeweile. Sie hält sich am liebsten im Freien auf.«
R. J. lachte.»Vic ist am glücklichsten, wenn sie den Traktor fährt oder Zäune aufstellt.«
«Mode bedeutet für sie ein rotes Tuch um den Hals, Latzhosen und Hemd. Oder Latzhosen ohne Hemd. «Bunny fand Vics Aufzug höchst undamenhaft.
«Sie hat diesen Sommer schwer bei Don geschuftet und dann noch morgens und abends auf der Farm. Sie ist nicht arbeitsscheu. Charly auch nicht. Sie werden was aus sich machen, die zwei«, sagte R. J.
«Sie wird als Gattin eines wichtigen Mannes enden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie Schindeln auf ein Dach knallt.«
«Er scheint in die Richtung zu streben, was? Hin zu Macht und Rang. Liegt im Blut, nehm ich an. Aber sie sind jung. Da kann sich noch was ändern. Vielleicht wird er ja mal ein reicher Steueranwalt.«
«So was Langweiliges.«
«Oh, er ist nicht langweilig, Schätzchen.«
«Er wird langweilig werden. «Bunnys Stimme hatte einen bissigen Unterton.
«Man kann nicht jeden Tag ein loderndes Feuer sein.«»Ich wär mit ein Mal die Woche zufrieden. «Bunny seufzte.»Alles, woran Don denkt, ist das Geschäft. Herrgott im Himmel. «Sie ließ ihre Hand im Wasser schleifen.
«Vielleicht können wir nicht alles haben.«
«Ich will nicht alles haben. Ich will bloß genug.«
«Ach Bun. «R. J. griff das Ruder in der neuen Gabel und schwenkte den Bug herum. Dann ruderte sie stromaufwärts, freute sich an dem Widerstand.
