«Soll ich rudern?«

«Nein, du mußt deine Kräfte schonen. Ist morgen nicht das Club-Turnier?«

«Ja.«

Der kleine, aber feine alte Country-Club war sehr rührig, und zu der Zeit, als die zwei jungen Familien sich vor gut zwanzig Jahren vereinigten, war er nicht teuer gewesen. Ihre Eltern waren Mitglieder und ihre Großväter väterlicherseits waren Gründungsmitglieder gewesen.

«Wir werden vielleicht unsere Mitgliedschaft kündigen müssen.«

«Tut das nicht, Orgy. Wär 'n großer Fehler. Nicht nur, daß dort unsere Freunde sind, denk auch an die geschäftlichen Kontakte.«

«Ich betreibe kein Geschäft, und Frank ist ein guter Anwalt. Die Leute wissen, daß er solide ist. Er ist, was er ist.«

«Vielleicht könnten wir ein Geschäft gründen, du und ich.«

R. J. ruderte gleichmäßig gegen die leichte Strömung. Im Westen bildeten sich sahnige Kumuluswolken.»Bunny, das haben wir doch längst abgehakt.«

«Du mußt was tun und ich auch. Ich will was Sinnvolles machen.«

«Tabak.«

«Tabak ist Schwerarbeit, dazu kommt der ganze Papierkram, um die Quotenzuteilung zu erhalten.«

«Das mach ich alle Jahre«, entgegnete R. J.

«Ich weiß, daß du den Papierkram machst, aber ihr fahrt keine große Ernte ein, weil ihr's nicht könnt und wir's nicht können. Es gibt hier nicht mehr viele, die was von Tabak verstehen, und früher oder später geht dieser ganze Rauchen-schadet-Ihrer- Gesundheit-Kram uns an den Kragen.«

«Hmm. Erdnüsse.«

«Orgy, bleib einfach bei Heu und Nutzholz. Vertrau mir.«

R. J. vertraute Bunny, die einen ausgeprägten Geschäftssinn besaß. Alles, was Bunny in die Hand nahm, zahlte sich aus. Sie las gierig nicht nur alles über die Kfz-Industrie, sondern auch über die Wirtschaft im Allgemeinen.

Bunnys gesamte Arbeit kam ihrem Mann zugute. Die Leute wußten, daß Bunny der führende Kopf war, aber Don war der Mann im Vordergrund, und er erhielt den Löwenanteil der Aufmerksamkeit. Bunny hatte mehr Freiheit als er, aber sie fühlte sich wie in der Schwebe. Sie wünschte sich einen Halt, ein Geschäft, das auf ihren Namen lief.



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