«Im letzten.«

«Du hast's gut.«»Mehr oder weniger. Erst muß ich's ja noch hinter mich bringen. Man soll den Tag nicht vor dem Abend und so weiter. «Sie trat ans Spülbecken, als Chris die zwei Gläser abwusch.»Kennst du jemanden am William and Mary College?«

«Eigentlich nicht. Ich hab mich in das College verliebt und dachte, ich werd schon Freunde finden.«

«Du hast Glück. Ich hab großartige Freunde. Wenn du richtig nett zu mir bist, darfst du sie kennen lernen.«»Ich kann verdammt nett sein«, erwiderte Chris.

2

«So ist sie rumgelaufen, deine kleine Schwester, ihre Taille schwabbelte widerlich weiß, eine Caprihose — jawohl, Caprihose — schlabberte über Pantoletten mit Keilabsätzen, die Carmen Miranda auf dem Weg nach Brasilien weggeschmissen haben muß. Ich kann mit ihr nirgends hingehen. «R. J. Savedge, Vics Mutter, zündete eine filterlose Lucky Strike an und drückte sie gleich wieder aus.»Ich gewöhn mir die gottverdammten Dinger ab. «Dem folgte ein wehmütiges» Aber wie?«, worauf sie prompt eine neue anzündete.

«Mutter, die sind zu teuer, um sie einfach so auszudrücken.«

R. J. warf ihr einen kurzen Blick zu, dann wurde sie sanfter.»Natürlich, du hast ja Recht. Schrecklich, aber ich hab einfach nicht die Willenskraft. Sie schmeckensooo gut.«

Niemanden ließ die sinnbetörende Schönheit Vics oder ihrer Mutter kalt, zweier Ebenbilder, zwanzig Jahre auseinander. Der Unterschied war, daß Vic noch an ihrem Stil arbeitete, wogegen R. J. ihren vervollkommnet hatte.

R. J.s vollständiger Name lautete Rachel Jolleyn Vance. Vance, ihren Mädchennamen, hatte sie Vic, Victoria Vance Savedge, als zweiten Vornamen vermacht. Die Savedge-Frauen konnten einen die Zehn Gebote oder die Tatsache, daß die Gattin vielleicht mit einem 38-Kaliber-Schießeisen anrücken würde, glatt vergessen lassen.



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