«Mutter, warum kaufst du Mignon nicht was zum Anziehen?«

«Deine kleine Schwester ist noch im Verpuppungsstadium. Ich verschwende kein Geld für eine fette Raupe, die, wie ich inständig hoffe — nein, bete — , als Schmetterling rauskriechen wird. Gott, hoffentlich schlägt sie nicht nach der Catlett-Seite der Familie. «Sie stieß eine reiherblaue Rauchwolke aus.»In dem Fall bleibt sie eine fette Raupe.«

«Mom!«Vic lachte.

«Ist doch wahr. Guck dir deine Tante Bunny an. «R. J.s Schwester war zwei Jahre jünger und fünfzehn Pfund schwerer als sie, sah aber keineswegs übel aus.

«Zu viele Kartoffelchips.«

«Ersatzbefriedigung.«

«Ich dachte, du hältst nichts von Psychologie.«

«Tu ich auch nicht, aber ich greife zu allem, um meinen Standpunkt klar zu machen«, sagte R. J.»Don bereitet ihr zu viel Kummer.«

Don war Bunnys Mann, der seine Blicke gern zu anderen Frauen wandern ließ. Der Rest von ihm wanderte gleich mit.

«Wenn ich mit Mignon gehe, kauft sie sich vielleicht was zum Anziehen.«

R. J.s Zigarette glühte mitten in der Luft orangerot.»Wir haben kein Geld, Liebes. Dein Vater hat mal wieder alles verspekuliert.«

«Oh, Mom. Das tut mir Leid.«

«Mir auch. «R. J. lächelte verkniffen.»Gott sei Dank verdienst du dir dein Geld selbst. Und du wirst eine glänzende Partie machen. «Sie beugte sich über den Tisch.»Charly Harrison.«

«Mutter. «Vic konnte es nicht ausstehen, wenn man sie drängte, wenngleich sie (wie alle anderen auch) damit rechnete, daß Charly ihr einen Heiratsantrag machen würde, ehe sie ihr letztes College-Jahr hinter sich hatte. Und es wäre wirklich eine glänzende Partie. Die Harrisons aus Charles City, Virginia, hatten einen Präsidenten der Vereinigten Staaten hervorgebracht, und sie hatten Geld wie Heu. Das Geld der Harrisons übte auf J.R. weit mehr Anziehungskraft aus als ihr Stammbaum. Ihre eigene Herkunft war nicht minder beeindruckend — nur ohne Präsidenten.



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