
Er ging auf sie zu, sie erschrak sichtlich, musterte ihn dann mißtrauisch.
«Ja?«fragte sie, so als habe er etwas gesagt.
Phillip lächelte. Er wußte, daß er charmant und vertrauenerweckend wirken konnte.
«Wie gut, daß Sie kommen«, sagte er.»Sie machen hier sauber, nicht wahr? Ich habe schon mit Ihrer Schwester gesprochen…«
Ihre Züge entspannten sich. Der Umstand, daß er mit ihrer Schwester bekannt war, ließ ihn offenbar sofort unbedenklicher erscheinen.
«Ich bin Phillip Bowen«, stellte er sich vor und streckte ihr die Hand hin,»ein Verwandter von Patricia Roth.«
«Ach? Ich wußte gar nicht, daß Mrs. Roth Verwandte in England hat.«
Sie ergriff seine Hand.»Ich bin Mrs. Collins. Ich wollte jetzt das Haus putzen.«
Sie wies auf den Korb, in dem sich, wie Phillip jetzt erkannte, alle möglichen Reinigungsmittel befanden.»Die Herrschaften kommen ja übermorgen.«
«Ich bin wirklich froh, daß ich Sie hier gerade treffe. Patricia hat mich schon vor Wochen gebeten, nach der Heizung zu sehen… Irgend etwas hat da wohl nicht gestimmt während des letzten Urlaubs, und im April kann es ja durchaus sein, daß man sie noch mal braucht…«
Er lächelte wieder, jungenhaft und ein wenig schuldbewußt. Zu der langen Reihe von Versuchen, sich eine berufliche Existenz aufzubauen, gehörte auch der Besuch einer Schauspielschule, und obwohl er es natürlich auch dort nicht bis zu einem Abschluß geschafft hatte, war ihm von den Lehrern doch stets Talent bescheinigt worden — besonders was die Wandlungsfähigkeit seines Gesichtsausdrucks anging.»Aber, wie das so ist, ich habe es wieder einmal bis zum letzten Moment hinausgeschoben…«
Jetzt erwiderte sie sein Lächeln.»Ich kenne das. Man denkt immer, man hat noch so viel Zeit, und dann muß man sich plötzlich ganz furchtbar abhetzen. Sie sind Heizungsmechaniker?«
