«Nein, nein. Aber ich verstehe ein bißchen was davon. Jedenfalls glaubt Patricia das!«

Er wußte, daß er genau die schlichte Gesprächsebene getroffen hatte, die eine Frau wie Mrs. Collins mochte.»Das Problem ist nun…, ich finde den Schlüssel nicht! Ich habe meine Taschen umgestülpt, ich habe mein Auto durchsucht — nichts!«

Mrs. Collins zog sich fast unmerklich wieder ein kleines Stück zurück.»Besitzen Sie denn einen Schlüssel?«

«Ja. Aber ich habe ihn noch nie benutzt. Ich dachte, er ist in meinem Wagen. Verflixt!«

Er kratzte sich am Kopf.»Patricia wird ziemlich sauer auf mich sein! Wenn es plötzlich kalt wird, und die Heizung funktioniert nicht…«

«Sie möchten, daß ich Sie jetzt mit hineinnehme?«folgerte Mrs. Collins, und er hätte fast bravo! gesagt.

«Das wäre wirklich nett von Ihnen.«

«Ja… ich weiß nicht…«

«Sie sind doch die ganze Zeit im Haus. Ich glaube kaum, daß es mir gelingt, Wertgegenstände an Ihnen vorbei hinauszutragen. Ich will wirklich nur schnell nach der Heizung sehen.«

Er sah ihrem Gesicht an, daß Bilder, die sie gesehen, und Geschichten, die sie gehört hatte, durch ihren Kopf zogen: von Männern, die sich das Vertrauen älterer Frauen erschlichen, ihnen dann einen Hammer auf den Kopf schlugen und sich mit allem aus dem Staub machten, was nicht niet- und nagelfest war. Er konnte es ihr nicht einmal verübeln. Die Zeitungen waren voll von Berichten dieser Art.

«Na ja«, sagte er,»ich will Sie nicht bedrängen. Sie kennen mich nicht, und sicher haben Sie recht, vorsichtig zu sein. Ich werde sehen…«

Er ließ den Satz unvollendet und wandte sich zum Gehen.

Sie gab sich einen Ruck.

«Halt. Warten Sie! Man sollte nicht jedem Menschen mißtrauen, oder?«

Sie kramte ihren Schlüssel aus der Schürzentasche hervor.»Kommen Sie. Wir gehen hinein.«



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