„Ich weiß nicht, wie Sie das fertiggebracht haben“, lobte er ihn freundlich. „Wenn ich mal einen schnellen Bericht von Thornnastor haben will, dann heißt es immer nur, daß noch etliche vor mir dran seien und alles immer hübsch der Reihe nach gehe.“

Prilicla mußte aufgrund des Kompliments unwillkürlich zittern und erwiderte: „Ich hab durchaus wahrheitsgemäß beteuert, daß unser Patient im Sterben liegt.“

„Aber bestimmt nicht, daß er sich in diesem Zustand bereits seit langer Zeit befindet“, bemerkte Murchison.

„Bist du dir da auch wirklich sicher?“ fragte Conway verdutzt.

„Inzwischen ja“, antwortete sie ernsthaft, wobei sie auf einen der Berichte tippte. „Allen Anzeichen nach wurde die große Durchschußwunde erst einige Zeit nach der Erkrankung durch einen Meteoriteneinschlag hervorgerufen, und das heißt, Rankenfüßer und Überzugsubstanz waren am rechten Platz, denn die Substanz floß in und um die Wunde und hat sie auf diese Weise wirkungsvoll wieder verschlossen.

Des weiteren beweisen diese Tests, daß ein sehr kompliziertes chemisches Verfahren zum Hervorrufen eines Scheintods — nicht bloße Hypothermie — eingesetzt wurde. Ein Verfahren, bei dem ein Organ nach dem anderen, beinahe eine Zelle nach der anderen, mit einem geeigneten Mittel durch Mikroinjektionen behandelt wurde. In gewisser Weise könnte man es sich so vorstellen, daß das Wesen einbalsamiert wurde, bevor es ganz tot war, um sein Leben zu verlängern.“

„Und was ist mit den fehlenden Beinen oder Klauen und den Verbrennungsspuren unter dem Überzug im Bereich hinter den Flügeln?“ fragte Conway. „Und was ist mit den Rankenfüßern in diesem Bereich, die sich ja von den anderen zu unterscheiden scheinen?“

„Es ist möglich“, antwortete Murchison, „daß die Krankheit zuerst die Beine oder Klauen des Wesens befallen hat, vielleicht während seiner dem Nisten entsprechenden Tätigkeit.



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