
»Ich weiß nicht. Irgend etwas.«
»Zwei Calvados«, sagte Ravic dem Kellner, der eine Weste trug und die Hemdsärmel aufgekrempelt hatte.
»Und ein Paket Chesterfield-Zigaretten.«
»Haben wir nicht«, erklärte der Kellner. »Nur französische.«
»Gut. Dann ein Paket Laurens grün.«
»Grün haben wir auch nicht. Nur blau.«
Ravic betrachtete den Unterarm des Kellners, auf den eine nackte Frau tätowiert war, die über Wolken ging. Der Kellner folgte seinem Blick, ballte die Faust und ließ seine Armmuskeln springen. Die Frau wackelte unzüchtig mit dem Bauch.
»Also blau«, sagte Ravic.
Der Kellner grinste. »Vielleicht haben wir noch eine grün.« Er schlurfte davon.
Ravic sah ihm nach. »Rote Pantoffeln«, sagte er. »Und eine Bauchtänzerin! Er scheint in der türkischen Marine gedient zu haben.«
Die Frau legte ihre Hände auf den Tisch. Sie tat das, als wollte sie sie nie wieder hochnehmen. Die Hände waren gepflegt, aber das besagte nichts. Sie waren auch nicht sehr gepflegt. Ravic sah, daß der Nagel des rechten Mittelfingers abgebrochen und scheinbar abgerissen und nicht weggefeilt worden war. An einigen Stellen war der Lack abgesprungen. — Der Kellner brachte die Gläser und eine Schachtel Zigaretten.
»Laurens grün. Fand noch eine.«
»Das dachte ich mir. Waren Sie in der Marine?«
»Nein. Zirkus.«
»Noch besser.« Ravic reichte der Frau ein Glas hinüber. »Hier, trinken Sie das. Es ist das beste um diese Zeit. Oder wollen Sie Kaffee?«
