»Vielleicht«, gestand George widerwillig. Dann grinste er. »Aber der Sex ist phantastisch!«

Fuchs schaute ihn düster an. »Versuch doch mal, ernst zu bleiben, George.«

»In Ordnung, ich weiß, dass du Recht hast«, sagte George, ohne die Augen von Ceres zerschlagenem Antlitz zu wenden. »Aber ein verdammtes O’Neill-Habitat bauen?«

»Es muss gar nicht so groß sein wie die L-5 Habitate um die Erde. Nur so groß, um die paar Hundert Leute hier in Ceres unterzubringen. Fürs Erste.«

Georges schüttelte den zottigen Kopf. »Weißt du überhaupt, was für ein Riesenaufwand das wäre? Allein die Lebenserhaltungsausrüstung würde schon ein Vermögen kosten. Und das wäre erst der Anfang.«

»Aber nein. Das ist gerade der Witz bei meinem Plan«, sagte Fuchs mit einem nervösen Lachen. »Wir kaufen einfach Raumschiffe und montieren sie zusammen. Sie werden das Habitat. Die ganze Lebenserhaltungsausrüstung und den Strahlenschutz haben sie schon eingebaut. Die Triebwerke brauchen wir aber nicht, sodass der Preis viel niedriger sein wird, als du glaubst.«

»Und dann willst du den ganzen Schrott auf ein Ge beschleunigen?«

»Auf Mondschwerkraft«, antwortete Fuchs. »Ein Sechstel Ge reicht völlig aus. Dr. Cardenas sieht das genauso.«

George kratzte sich an seinem dichten, struppigen Bart. »Ich aber nicht, Lars. Wir werden doch im Innern des Felsens leben. Wozu dann der ganze Aufwand und die enormen Kosten?«

»Weil es sein muss!«, insistierte Fuchs. »Das Leben in der Mikrogravitation schadet der Gesundheit. Wir müssen ein besseres Habitat für uns bauen.«

George schien nach wie vor nicht überzeugt, aber er murmelte: »Mondgravitation, sagst du?«

»Ein Sechstel der normalen Erdschwerkraft. Nicht mehr.«

»Und wie viel wird das kosten?«

»Die vorläufigen Schätzungen belaufen sich auf …« Fuchs zögerte, holte Luft und sagte: »Wir werden es schaffen, wenn alle Prospektoren und Bergleute zehn Prozent ihres Einkommens abtreten.«



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