»Ich bin nicht mit hier rausgeflogen, um irgendwelche Spielchen zu spielen, Lars«, sagte er. Seine Stimme war erstaunlich hoch und melodisch für ein solches Urviech von einem Mann.

Für einen langen Moment war das einzige Geräusch im Abteil das ewige Summen der elektrischen Ausrüstung. Dann stieß Fuchs sich zwischen den beiden Pilotensitzen ab und driftete auf George zu. Er bremste sich mit der Hand an der Metalldecke ab und sagte mit einem eindringlichen Flüstern: »Wir können es schaffen. Mit genügend Zeit und den entsprechenden Ressourcen.«

»Das ist der totale Wahnsinn«, murmelte George. Doch er schaute unverwandt auf die geröllübersäte, pockennarbige Oberfläche des Asteroiden.

Sie waren schon ein seltsames Paar: Der große, massige Australier mit der zottigen feuerroten Mähne und dem Bart, der in der Schwerelosigkeit neben dem dunklen, korpulenten Fuchs mit der intensiven Ausstrahlung schwebte.

Drei Jahre im Gürtel hatten Fuchs irgendwie verändert: Er hatte noch immer die gleiche massive Statur, doch das kastanienbraune Haar hatte er so lang wachsen lassen, dass es ihm fast auf den Kragen fiel, und der Ohrring, den er nun trug, war ein polierter Chip aus Asteroidenkupfer. Ein dünnes kupfernes Armband zierte sein linkes Handgelenk. Und doch wirkten die beiden Männer auf ihre Art kraftvoll, entschlossen und sogar gefährlich.

»Im Innern von Ceres zu leben ist schlecht für unsere Gesundheit«, sagte Fuchs.

»Das Gestein bietet aber einen guten Strahlenschutz«, erwiderte George.

»Ich meine die Mikrogravitation«, sagte Fuchs ernst. »Sie ist nicht gut für uns — in körperlicher Hinsicht.«

»Ich mag sie aber.«

»Aber die Knochen werden spröde. Dr. Cardenas sagt, dass die Anzahl der Knochenbrüche stark ansteigt. Du hast es doch selbst gesehen, nicht wahr?«



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