
«Für Leute, die sich in den Ferien gerne das Leben schwermachen«, sagte Ronnie mit der nachsichtigen Ironie derjenigen, die sich der Bequemlichkeit verschrieben haben.»John hat für ein Reisebüro gearbeitet, das darauf spezialisiert ist, die Unerschrockenen das Fürchten zu lehren.«
«Oh. «Tremayne blickte ohne große Begeisterung in sein Weinglas und wagte nach einer Weile einen weiteren Versuch:
«Es muß doch jemanden geben, der sich mit Freude auf den Job stürzt!«
Mehr aus Höflichkeit denn aus brennender Neugierde fragte ich:»Was möchten Sie denn geschrieben haben?«
Ronnie machte eine Handbewegung, als wollte er sagen:
«Frag bloß nicht«, doch Tremayne antwortete ohne Umschweife.
«Meine Lebensgeschichte.«
Ich blinzelte. Ronnies Augenbrauen tanzten auf und ab.
«Man sollte meinen«, fuhr Tremayne fort,»daß sich diese Hansel von Sportreporter vor Freude überschlagen, aber die haben mich alle sitzenlassen. «Er klang sehr betrübt.»Vier von denen.«
Er zitierte die Namen, die durchaus so bedeutsam waren, daß sogar ich, der ich mich kaum mit Pferdesport befaßte, schon von ihnen gehört hatte. Ich blickte zu Ronnie hinüber. Er signalisierte Resignation.
«Es gibt bestimmt noch andere«, sagte ich ruhig.
«Es gibt welche, die würde ich keinen Millimeter über meine Schwelle lassen. «Die Streitsucht, die in seiner Stimme mitschwang, mochte einer der Gründe für seinen Verdruß sein, dachte ich mir. Mein Interesse an ihm schwand, und Ronnie, der den Umschwung mit wiedererweckter guter Laune quittierte, schlug sofort vor, ein paar Sandwiches einzunehmen.
«Eigentlich hatte ich gehofft, daß Sie mich zum Mittagessen in Ihren Club einladen«, sagte Tremayne mürrisch. Ronnie parierte mit einem vagen >Die Arbeit, die Arbeit< und gestikulierte in Richtung des überquellenden Schreibtisches.»In letzter Zeit schlinge ich mein Mittagessen nur noch nebenbei herunter.«
