
«Gern.«
Ronnie wuselte umher, schob Bücherstapel und Zeitungen beiseite, um Platz zu schaffen, zauberte Gläser, eine Flasche und einen Korkenzieher hervor und war mit einem Mal die Konzentration selbst.
«Auf die Branche«, sagte er lächelnd und reichte mir ein Glas.
«Auf den Erfolg«, sagte er zu Vickers.
«Erfolg? Welchen Erfolg? Diese Schreiberlinge sind doch allesamt zu groß für ihre eigenen Fußstapfen.«
Ronnie schaute unweigerlich auf meine Stiefel, deren Stapfen für jeden groß genug waren.
«Es hat keinen Zweck, wenn Sie mir immer wieder erzählen, meine Bezahlung sei indiskutabel«, setzte Tremayne nach.»Die Kerle sollten froh sein, daß sie etwas zu tun bekommen. «Er musterte mich knapp und fragte taktlos:»Wieviel verdienen Sie pro Jahr?«
Ich lächelte ebenso sanft wie Ronnie und blieb ihm die Antwort schuldig.
«Verstehen Sie etwas vom Rennsport?«wollte er wissen.
«Pferderennen?«
«Selbstverständlich Pferderennen.«
«Tja«, meinte ich,»nicht allzuviel.«
Jetzt griff Ronnie ein:»Tremayne, John ist nicht der Autor, den Sie suchen.«
«Schreiberling ist Schreiberling. Das kann jeder von denen erledigen. Sie haben mir gesagt, es sei falsch, nach großen Namen zu schielen. Also gut, dann besorgen Sie mir eine kleinere Nummer. Vorhin meinten Sie, Ihr Freund hier ist brillant. Wie wäre es denn mit ihm?«
«Äh«, sagte Ronnie behutsam.»Brillant, das ist nur so… äh… eine Art Redewendung. Er ist wißbegierig, sehr talentiert und impulsiv.«
Ich grinste meinen Agenten belustigt an.
«Also ist er nicht brillant?«fragte Tremayne ironisch. An mich gewandt sagte er:»Was haben Sie denn bislang veröffentlicht?«
«Sechs Reisebücher und einen Roman«, antwortete ich dienstfertig.
«Reisebücher? Was denn für Reisebücher?«
«Wie man sich im Dschungel durchschlägt, oder in der Arktis, oder in der Wüste. So was in der Richtung.«
