Julia sagte, Xymos habe etliche Durchbrüche geschafft und sei der Konkurrenz in dem Bereich weit voraus. Es sei nur noch eine Frage von Tagen, bis sie den Prototyp eines kommerziellen Produkts fertig hätten. Doch ich war da skeptisch.

»Hör mal, Jack, ich muss dich vorwarnen«, sagte sie mit schuldbewusster Stimme, »Eric ist bestimmt stinksauer.«

»Wieso?«

»Na ja ... ich hab gesagt, ich würde zu dem Spiel kommen.«

»Julia, wieso? Wir haben uns doch darauf geeinigt, solche Versprechungen nicht mehr zu machen. Das schaffst du nie. Es ist um drei. Wieso hast du ihm gesagt, du kommst?«

»Ich hab gedacht, ich würde es schaffen.«

Ich seufzte. Es war, so sagte ich mir, ein Zeichen dafür, wie wichtig ihr die Kinder waren. »Okay. Keine Sorge, Schatz. Ich regle das schon.«

»Danke. Oh, und Jack? Apropos Tischsets. Kauf egal welche, bloß keine gelben, ja?«

Und sie legte auf.

Ich machte Spagetti zum Abendessen, weil es bei Spagetti niemals Diskussionen gab. Um acht Uhr schliefen die beiden Kleineren schon, und Nicole machte ihre Hausaufgaben fertig. Sie war zwölf und musste um zehn im Bett sein, sie wollte jedoch nicht, dass ihre Freundinnen das erfuhren.

Die Kleinste, Amanda, war erst neun Monate alt. Sie fing jetzt an, überall herumzukrabbeln, und konnte schon stehen, wenn sie sich irgendwo festhielt. Dann kam Eric mit seinen acht Jahren; er war ein richtiger Fußballfanatiker und dribbelte ständig einen Ball vor sich her, wenn er nicht gerade als Ritter verkleidet seine ältere Schwester mit einem Plastikschwert durchs Haus jagte.

Nicole machte gerade eine schamhafte Phase durch; nichts bereitete Eric mehr Vergnügen, als ihren BH zu klauen und damit durchs Haus zu rennen und zu rufen: »Nicky trägt 'nen Bee-Haa! Nicky trägt 'nen Bee-Haa!«, während Nicole, die es für unter ihrer Würde befand, ihm nachzulaufen, zähneknirschend rief: »Dad? Er macht es schon wieder! Dad!« Und dann musste ich hinter Eric herrennen und ihm sagen, er solle die Finger von den Sachen seiner Schwester lassen.



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