
Er hatte auch eine Heiratsanzeige an die letzte ihm bekannte Adresse seines Vaters geschickt, aber keine Antwort erhalten, und er bezweifelte sehr, daß er je eine erhalten würde. Etwa alle drei Jahre brachten er und sein Vater es fertig, Weihnachtskarten auszutauschen, aber das war auch schon alles.
Andrew war das einzige Kind aus der kurzen Ehe seiner Eltern, und das einzige Mitglied seiner Familie, mit dem er Celia gern bekannt gemacht hätte, war vor zwei Jahren gestorben: eine unverheiratete Tante, bei der Andrew den größten Teil seiner Kindheit verbracht hatte und die, obgleich keineswegs begütert, es ohne die Hilfe seiner Eltern geschafft hatte, genug Geld aufzubringen, damit Andrew aufs College gehen und studieren konnte.
Erst nach ihrem Tod, als die Reste ihres Besitzes, ein paar hundert Dollar, beim Rechtsanwalt vor ihm ausgebreitet lagen, wurde ihm klar, wie groß ihr Opfer gewesen war.
Celia hatte sich mit Andrews Mutter ohne Schwierigkeiten arrangiert. Die Situation war ihr klar, ohne daß es irgendwelcher Erklärungen bedurft hätte. Sie war freundlich, ja sogar herzlich gewesen, wenn auch nicht gerade überschwenglich. Als sich Andrew für das etwas bizarre Benehmen seiner Mutter entschuldigte, hatte Celia geantwortet: »Schließlich haben wir einander geheiratet, Liebling, nicht unsere Familien.« Und dann hatte sie hinzugefügt: »Jetzt bin ich deine Familie, und du wirst von mir mehr Liebe bekommen, als du in deinem ganzen Leben erhalten hast.«
Und schon jetzt, hier am Strand, wußte Andrew, daß es stimmte.
»Wenn es dir recht ist«, setzte Celia das Gespräch fort, »würde ich während meiner ersten Schwangerschaft gern möglichst lange arbeiten, mir dann ein Jahr freinehmen, um rund um die Uhr Mutter zu sein. Danach werde ich bis zur zweiten Schwangerschaft wieder arbeiten, und so weiter.«
