Und dennoch . . . erst in jenem unglaublichen Augenblick, als er Celia in ihrem weißen Hochzeitskleid hereinkommen sah -strahlend, schön, jung, begehrenswert, alles, was sich ein Mann nur wünschen konnte, und noch viel, viel mehr -, erst da explodierte in Andrew etwas, und er wußte, daß er sie liebte, mit einer solchen Sicherheit, wie sie im Leben nur ganz selten vorkommt, wußte, daß er unglaubliches Glück hatte, daß es nie aufhören würde und daß es - trotz der Zeiten, in denen sie lebten - für ihn und Celia nie eine Trennung oder Scheidung geben würde.

Es war das Wort Scheidung gewesen, sagte sich Andrew später, wenn er darüber nachdachte, das ihn zu dem Zeitpunkt, als viele seiner Altersgenossen mit Anfang Zwanzig bereits verheiratet waren, davon abhielt, sich zu binden. Natürlich hatte das Vorbild seiner Eltern zu dieser Einstellung beigetragen; seine Mutter, die - wie Andrew es sah - die geschiedene Frau non grata verkörperte, war ebenfalls zur Hochzeit gekommen. Wie ein alternder Schmetterling war sie von Los Angeles herbeigeflattert und hatte jedem, der ihr zuhörte, erzählt, daß sie das Nest ihres vierten Ehemannes nur verlassen habe, um bei der »ersten Hochzeit« ihres Sohnes dabeizusein. Andrews Vater war ihr zweiter Ehemann gewesen, und als Andrew sich nach ihm erkundigte, hatte sie geantwortet: »Ach, mein armer Junge, ich kann mich kaum noch daran erinnern, wie er aussah. Ich habe ihn seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen, und das letzte, was ich von ihm hörte, war, daß er ein alter Wüstling geworden ist, der mit einer siebzehnjährigen Hure in Paris zusammenlebt.«

Im Lauf der Jahre hatte sich Andrew bemüht, für seine Mutter und ihr Verhalten Verständnis aufzubringen. Aber leider kam er immer zu demselben Ergebnis: Sie war einfach eine hohlköpfige, oberflächliche egoistische Schönheit, von der sich eine bestimmte Sorte von Männern angezogen fühlte.

Er hatte seine Mutter aus Pflichtgefühl und aus der Überzeugung zur Hochzeit eingeladen, daß man für seine Eltern etwas empfinden sollte, aber später wünschte er, er hätte es nicht getan.



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