»Viertel vor sieben. Komm, steh auf.«

»Okay. Ich bin ja schon hoch. Lass mich jetzt!«

Doug lächelte. Der Junge kam nach seiner Mutter. Nach dem Aufstehen war Trishs Laune oft so, als hätte sie die halbe Nacht durchgefeiert: Sie war kaum ansprechbar und unausstehlich. Doug war das genaue Gegenteil. Er war morgens »unerträglich gut drauf«, wie einer seiner alten Mitbewohner es ausgedrückt hatte. Deshalb hatten er und Trish es sich angewöhnt, sich in der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen aus dem Weg zu gehen.

Er ließ Billy die Decke, und obwohl der Junge sofort wieder den Kopf darunter versteckte, wusste Doug, dass er bald nach unten kommen würde.

Ehe Doug die Treppe hinunterstieg, verabschiedete er sich mit einem »Nun komm schon, steh auf«, auf das er jedoch keine Antwort erhielt. Er setzte sich an die Theke aus Resopal, die Wohnzimmer und Küche trennte und die sie als Frühstückstisch benutzten.

Trish, die den Haferbrei umrührte, drehte sich um. »Welche Pläne hast du für heute?«

Er grinste. »Es ist Sommer. Ich habe keine Pläne.«

Sie lachte. »Das hatte ich befürchtet.« Sie drehte die Herdflamme aus, ging zum Küchenschrank und nahm drei Schalen heraus. »Ich dachte, du wolltest Billy wecken.«

»Er ist auf.«

»Er ist nicht am Tisch, und ich höre oben keine Geräusche.«

»Soll ich ihn holen?«

Trish schüttelte den Kopf. »Ich mach das schon.« Sie ging ins Wohnzimmer und blickte zum Geländer des halb offenen Dachgeschosses hinauf. »Billy!«, rief sie. In ihrer Stimme lag ein Unterton von Zorn; ob echt oder nicht, konnte Doug nicht sagen. »Frühstück ist fertig.«

Sie hörten einen gedämpften Fluch, gefolgt vom Tappen nackter Füße in Billys Zimmer. Zwei Minuten später kam er die Treppe herunter.


Nach dem Frühstück ging Trish nach draußen, um im Garten zu arbeiten. Billy schaute sich die Today-Show an und fuhr dann mit seinem Rad los, um im Wald zu üben. Gegen Ende Juli gab es einen Mountainbike-Wettbewerb, an dem er teilnehmen wollte. »Sei vorsichtig!«, rief Doug ihm von der Veranda hinterher, als der Junge wild in die Pedale trat und über den Feldweg raste, der zwischen den Bäumen hindurch auf die Hügel führte, doch entweder hörte Billy ihn nicht, oder er hatte nicht die Absicht, vorsichtig zu sein.



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