
Sie knirschte mit den Zähnen. »Das kannst du mir nicht antun. Du und Pearlie, ihr werdet meiner Mutter das Herz brechen.«
»Hab schon mit deiner Mutter gesprochen.«
»Hinter meinem Rücken?« Sie schlug wieder auf die Bank und bereute es sogleich.
»Seit wann heißt mit deiner Mutter zu sprechen etwas hinter deinem Rücken zu tun? Sie weiß, daß das Geld irgendwoher kommen muß.«
»Ich besorg mir Arbeit. Ich geh wieder in die Seidenfabrik.«
»Die stellen niemanden ein.«
»Woher weißt du das?«
»Weil ich dort zuerst war.«
Entrüstet sprang Juts hoch und trat so fest gegen die Bank, daß sie umkippte. Sie knallte die Tür zu und eilte die Straße hinunter.
Chessy seufzte. Sie würde ihm mit Sicherheit das Leben schwer machen, solange es ihr paßte. Er hielt es für das Beste, bei Cadwalder hereinzuschauen, um ein Sandwich zu essen. Heute würde er kein Abendbrot bekommen.
4
Der Wind nahm zu. Juts schritt mit gesenktem Kopf aus. Neben ihr hupte es zweimal. Sie blickte auf. Louise saß am Steuer von Pauls schwarzem Ford Model A und winkte ihr zu. Juts lief zum Wagen und sprang hinein, froh, dem Wind zu entkommen.
»Wo ist Pearlie?«
»Zu Hause.«
»Weiß er, daß du den Wagen hast? Den gibt er dir doch nie.«
»Ich bin aus dem Haus gestürmt und hab ihn mir genommen.«
»Ach, Louise.«
»Ich hab's satt, mir von ihm sagen zu lassen, was ich tun darf und wann ich es tun darf. Ich habe in diese verdammte alte Klapperkiste genauso viel investiert wie er. Vielleicht nicht an Dollars und Cents, aber an harter Arbeit. Wenn ich das Auto fahren will, kann er meinetwegen auf Kohlen sitzen. Er ist einfach zu geizig, um einen neuen Wagen zu kaufen. Er sagt, wir müssen den hier fahren, bis er den Geist aufgibt. Na dann, Schwesterherz, fahren wir ihn, bis er den Geist aufgibt.«
