
»Ich nehme eine Teilzeitarbeit in Rifes Rüstungsfabrik an. Pearlie auch.«
»Das könnt ihr nicht machen!« Sie hieb mit der Faust auf die Bank, daß ihre Hand schmerzte. »Autsch, verdammt.«
»Wir müssen, Juts. Nirgendwo sonst können wir sofort Arbeit kriegen. Entweder die Rüstungsfabrik oder die Konservenfabrik, und beide gehören Rife.«
»Ihr könntet nach Hanover gehen und bei den Shepards arbeiten. In der Schuhfabrik oder auf dem Gestüt gibt es immer Arbeit.«
»Ich kann mir das Benzin nicht leisten.«
»Ach was. So arm sind wir nun auch wieder nicht.«
Er blickte mit seinen strahlend grauen Augen in die grauen Augen seiner Frau; sie hatten beide dieselbe ungewöhnliche Augenfarbe. »Liest du keine Zeitung? Julia Ellen, wir treten in den Krieg ein. Es ist nur eine Frage der Zeit, und wenn es so weit ist, gehört Benzin zu den ersten Dingen, die rationiert werden.«
»Blödsinn. Hat Roosevelt nicht deswegen das Leih- und Pachtgesetz durchgeboxt - damit wir nicht in den Krieg eintreten müssen?«
»Nein, damit versucht er England über Wasser zu halten.«
»Europa kann seine Rechnungen selbst begleichen. Wir waren schon einmal drüben. Noch einmal wird es das amerikanische Volk nicht dulden.«
»Ich sage dir doch - wir werden eintreten.«
»Woher weißt du das alles?«
»Aus Gesprächen.«
»Frauen klatschen. Männer führen Gespräche.« Sie lächelte. »Ihr seid allesamt größere Klatschmäuler als wir.« »Ist doch jetzt egal. Ich muß irgendwo die zweihundert Dollar auftreiben.«
»Hundertneunundneunzig!«, rief sie.
»Dieser eine Dollar ist dir wohl furchtbar wichtig.«
»Ja. Du kannst nicht für einen Rife arbeiten. Du weißt, was die Rifes unserer Familie angetan haben.«
»Das ist lange her. Brutus hat Blut mit seinem eigenen Blut vergolten. Pole und Julius sind ein bißchen besser als ihr Vater.« Er sprach von Napoleon und Julius Caesar Rife.
