„Wenn Sie sich auf eine dieser Lattenkisten setzen möchten, ich will sie gern mit meinem Taschentuch.“

„Kommt gar nicht in Frage!“ Der Botschafter sah wieder auf seine Uhr und räusperte sich nervös.

„Ich kann die Wartezeit nützen, indem ich unseren jüngeren Mitgliedern kurz ins Gedächtnis rufe, warum wir hier sind. Wichtig ist, daß unser Besuch so harmonisch abläuft, wie es geplant wurde. Wir Terraner sind eine gutmütige Rasse und äußerst friedliebend!“ Der Botschafter lächelte — gutmütig, betont friedliebend.

„Wir sind ein hochkultiviertes Volk, handeln nach ethischen Grundsätzen und geben uns absolut aufrichtig!“

Ganz plötzlich verschwand das Lächeln vom Gesicht des Botschafters und er schürzte die Lippen. „Wir werden unsere Verhandlungen damit einleiten, daß wir um das gesamte SiriusSystem bitten. Später einigen wir uns auf die Hälfte. Wir werden Stützpunkte auf sämtlichen Planeten errichten, die wertvoll scheinen, und durch geschicktes Vorgehen sind wir in spätestens zehn Jahren in der Lage, mehr zu fordern.“

Der Botschafter sah seine Mitarbeiter an. „Wenn Sie keine Fragen haben.“

James Retief hatte eine Frage. Er trat vor.

Der junge Vizekonsul und Dritte Sekretär im Diplomatischen Corps Terras gehörte zum Nachwuchs der terranischen Gesandtschaft, die für den Planeten Yill zuständig war.

„Da wir die älteren Rechte für Sirius haben, sollten wir unsere Karten auf den Tisch legen. Wäre es nicht besser — auf lange Sicht gesehen —, wenn wir freimütig mit den Yill verhandelten?“

Botschafter Spradley blinzelte zu dem jungen Mann auf. Spradley und Botschaftssekretär Magnan räusperten sich fast gleichzeitig. Es war das einzige Geräusch, das die betretene Stille durchbrach.

Endlich äußerte Magnan: „Vizekonsul Retief meint lediglich…“



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